Konstruktion gewisser algebraischer Zahlkörper durch die Modulfunktionen zweier Variablen. I. (Q2611684)
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scientific article; zbMATH DE number 2531679
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Konstruktion gewisser algebraischer Zahlkörper durch die Modulfunktionen zweier Variablen. I. |
scientific article; zbMATH DE number 2531679 |
Statements
Konstruktion gewisser algebraischer Zahlkörper durch die Modulfunktionen zweier Variablen. I. (English)
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1935
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Die analytische Klassenkörperkonstruktion zu einem imaginär-quadratischen Zahlkörper \(k\) zerfällt in zwei Schritte, die Konstruktion des absoluten Klassenkörpers durch Teilwerte einer Modulfunktion der Stufe 1 und die Konstruktion der Strahlklassenkörper durch Teilwerte einer auf die Dimension \(0\) normierten elliptischen Funktion der Stufe 1. \textit{Hecke} hat in zwei früheren Arbeiten (Math. Ann. 71 (1912), 1-37; Math. Ann. 74 (1913), 465-510. F. d. M. 42, 457 (JFM 42.0457.*); 44, 245) eine Verallgemeinerung des ersten Schrittes gegeben, bei der der Grundkörper durch einen total-imaginären relativ-quadratischen Zahlkörper \(\mathfrak{K}\) über einem reell-quadratischen Zahlkörper \(k\) ersetzt ist, welch letzterer sozusagen die Rolle des rationalen Körpers übernimmt. Durch Teilwerte einer \(k\) zugeordneten Modulfunktion in zwei Veränderlichen konnte er einen gewissen Teilkörper des absoluten Klassenkörpers zu \(\mathfrak{K}\) konstruieren. Verf. führt diese Verallgemeinerung weiter auf den zweiten Schritt, indem er gewisse Teilkörper der Strahlklassenkörper zu \(\mathfrak{K}\) konstruiert. Er vermeidet dabei die Schwierigkeit, eine passende Verallgemeinerung der elliptischen Funktion selbst zu finden, indem er von vornherein auf die richtige Verallgemeinerung derjenigen Modulfunktionen höherer Stufe ausgeht, die durch die einzelnen Teilwerte der elliptischen Funktion gegeben sind. Diese \(k\) zugeordneten Modulfunktionen höherer Stufe findet er in den von \textit{Hecke} (Abhandl. Hamburg 3 (1924), 213-236; F. d. M. 50, 111) eingeführten und von \textit{Kloosterman} (ebenda 6 (1928), 163-188; F. d. M. 54, 406 (JFM 54.0406.*)) weiter untersuchten \textit{Eisenstein}sches Reihen zu \(k\). Unter Beschränkung auf den Fall, daß \(k\) eine Diskriminante \(d\equiv 0\) mod 4 hat, betrachtet er die \textit{Eisenstein}sche Reihe \[ G_2(\xi;\varrho_1,\varrho_2; \mathfrak{n}) = \lim\limits_{s\to 0} \sum\limits_{(\varkappa_1,\varkappa_2)\equiv (\varrho_1,\varrho_2)\text{mod } \mathfrak{n}} \dfrac{1}{N(\varkappa_1\xi + \varkappa_2)^2\cdot |N(\varkappa_1\xi + \varkappa_2)|^{2s}}. \] Dabei ist \(\xi\) eine komplexe Variable mit \(\mathfrak{I}(\xi) > 0\), \(\xi'\) eine weitere komplexe Variable mit \(\mathfrak{I}(\xi')<0\), \(N(\xi) = \xi\xi'\), ferner \(\varrho_1,\varrho_2\) gegebene ganze Zahlen aus \(k\), \(\mathfrak{n}\) ein ganzes Ideal aus \(k\), und \(\varkappa_1\) \(\varkappa_2\) durchlaufen alle von 0, 0 verschiedenen mod \(\mathfrak{n}\) nicht assoziierten Paare ganzer Zahlen aus \(k\) mit der angegebenen Kongruenzbedingung. Diese Funktion \(G_2\) ist im Sinne von \textit{Kloosterman} eine \(k\) zugeordnete ganze Modulform der Stufe \(\mathfrak{n}\) und Dimension -- 2. Entsprechend wie in der zum Muster dienenden Theorie wird hieraus eine normierte Modulform \(F\) der Dimension 0 (Modulfunktion) hergestellt, und zwar durch Multiplikation von \(G_2^{12}\) mit einer geeigneten \(k\) zugeordneten Modulform der Stufe 1 und Dimension 24 (Produkt von Thetafunktionen zu \(k\), wie sie von \textit{Hecke} im ersten Schritt benutzt worden sind). Mittels der so definierten Funktion \(F\) konstruiert Verf. dann Strahlklasseninvarianten nach einem Führer \(\mathfrak{N}\) aus \(\mathfrak{K}\) und beweist für den durch eine solche über dem \textit{Hecke}schen Klassenkörper erzeugten Körper das Zerlegungsgesetz, das diesen Körper arithmetisch als einen gewissen Strahlklassenkörper zu \(\mathfrak{K}\) charakterisiert. Die Methoden für diesen Beweis sind dem Vorbild der entsprechenden Theorie bei den elliptischen Funktionen nachgebildet (siehe dazu die Arbeit des Ref. in Journ. f. Math. 157 (1926), 115-139; F. d. M. 52, 377 (JFM 52.0377.*)), aber erheblich komplizierter.
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