Aufbau von Mittelwerten mehrerer Argumente. II: Analytische Mittelwerte. (Q2611751)

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scientific article; zbMATH DE number 2531756
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    Aufbau von Mittelwerten mehrerer Argumente. II: Analytische Mittelwerte.
    scientific article; zbMATH DE number 2531756

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      Aufbau von Mittelwerten mehrerer Argumente. II: Analytische Mittelwerte. (English)
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      1935
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      Die Arbeit behandelt einige der im ersten Teil (Math. Ann. 109 (1933), 235-253; JFM 59.0227.*) im Reellen aufgeworfenen Probleme nunmehr im Komplexen, also bei analytischen Mitteln (an. M.), deren allgemeine Theorie in zwei Arbeiten in den S. B. Akad. München 1934, 45-81 (JFM 60.0278.*) und 1935, 71-80 (vorstehendes Referat) vorher aufgebaut worden ist. Die Besprechungen dieser drei Arbeiten werden im folgenden als bekannt angenommen. Bei den jetzigen Betrachtungen handelt es sich um drei \textit{mittelerzeugende} Algorithmen: Der \textit{erste} ist der schon im Reellen eingeführte \textit{Erhöhungsalgorithmus}, d.h. der Übergang von einem an. M. \(M(z_1,\ldots, z_n)\) zu seinem \textit{Obermittel} \(M^{(1)}(z_1,\ldots, z_n, z_{n+1})\); vgl. die Besprechung der ersten der genannten Arbeiten. Der \textit{zweite} ist der \textit{Erniedrigungsalgorithmus}, d. h. der Übergang von einem an. M. \(M(z_1,\ldots, z_n)\) zu seinem \textit{Untermittel} \(M^{(-1)}(z_1,\ldots, z_{n-1})\). Es wird erhalten, indem bei festem \(z_1,\ldots, z_{n-1}\) und zunächst willkürlichen \(v_0\) im Grundgebiet \(G\) für \(\lambda =0,1,2,\ldots\) \[ v_{\lambda + 1} = M(z_1,\ldots, z_{n-1},v_\lambda) \] gesetzt wird. Es konvergiert dann \(v_\lambda\) gegen einen nicht von \(v_0\), sondern nur von \(z_1,\ldots, z_{n-1}\) abhängigen Wert, der sich als ein an. M. von \(z_1,\ldots, z_{n-1}\) erweist. Dieses wird das \textit{Untermittel} \(M^{(-1)}(z_1,\ldots, z_{n-1})\) zu \(M\) genannt. -- Es wird nun genauer untersucht, wann ein gegebenes an. M. Ober- oder Untermittel eines andern sein kann, insbesondere, wann ein Mittel das Untermittel seines Obermittels bzw. das Obermittel seines Untermittels sein kann. Die Frage wird geklärt durch Einführung des \textit{dritten} mittelerzeugenden Algorithmus: Ist \(M(z_1,\ldots, z_n)\) ein an. M., so bilde man das Mittel \(M\) aus denjenigen \(n\) Mittelwerten, die sich aus \(M(z_1,\ldots, z_n)\) ergeben, wenn man nacheinander \(z_1,z_2,\ldots, z_n\) durch \(M(z_1,\ldots, z_n)\) ersetzt. Das gewonnene Mittel wird das (einmal) iterierte Mittel \(M_{(1)}\) von \(M\) genannt. Ist \(M\) mit \(M_{(1)}\) identisch, so heißt \(M\) \textit{vollkommen}. Es zeigt sich nun: Ist das Untermittel des Obermittels von \(M\) mit \(M\) identisch, so ist \(M\) vollkommen. Auch die Umkehrung hiervon ist richtig und ist, da die quasiarithmetischen Mittel offenbar die Voraussetzung des oben genannten Satzes erfüllen, in dem folgenden weitergehenden Satz enthalten: Die quasiarithmetischen Mittel und nur diese sind vollkommen. Beim Beweis wird von \(M\) das iterierte Mittel \(M_{(1)}\) gebildet, von diesem wiederum das iterierte Mittel \(M_{(2)}\), usw. Es zeigt sich schließlich, daß die Folge \(M_{(k)}\) der \(k\)-fach iterierten Mittel (unter den allgemeinen Voraussetzungen der ganzen Betrachtung) gegen ein quasiarithmetisches Mittel \(Q_M\) konvergiert. Es ist dies dasselbe Mittel \(Q_M\), das (vgl. die vorangehende Besprechung) in dem Struktursatz dem Mittel \(M\) zugeordnet wurde.
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