Resonanz bei konstanter Dämpfung, (Q2613635)

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scientific article; zbMATH DE number 2533760
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    Resonanz bei konstanter Dämpfung,
    scientific article; zbMATH DE number 2533760

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      Resonanz bei konstanter Dämpfung, (English)
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      1935
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      Untersucht wird das Bewegungsproblem: Auf eine Masse \(m\) wirkt (1) eine elastische Kraft, (2) eine periodisch störende Kraft, die während eines Zeitintervalls \(\alpha \) innerhalb der Periode der elastischen Schwingung konstant ist und dann aussetzt, (3) eine konstante Gleitreibung. Die Periode der durch die elastische Kraft veranlaßten Eigenschwingungen wird gleich \(2\pi \) gesetzt, die Zeit \(u\) in Einheiten dieser Periode gerechnet; die störende Kraft heißt \(K\), die Gleitreibung \(R\). Verf. benutzt wegen des nichtanalytischen Charakters der Lösung zur Diskussion der möglichen Bewegungsformen ein von ihm entwickeltes graphisches Verfahren vermittelst des ``Linienbildes einer Funktion'' (Rascher, Zürich, 1932; F. d. M. 58) und findet im Fall kleiner und mäßig großer Reibung, \(2R < K\), drei Möglichkeiten: (I) Aufschauklung; (II) Abklingen; (III) periodischen Grenzfall, entsprechend den Ungleichungen \(T = 2K\,\cos \beta /2\leqq 4R\), wo \(\beta = \alpha -\pi \), und \(T\) die Länge eines im Linienbilde der Lösung vorkommenden Vektors bedeutet. Im Falle (I) treten ``Restlösungen'' auf, die in immer stärkeren Schwingungen um die Nullage bestehen. Die Umkehrstellen haben alle dieselbe Phase \(\dfrac {\alpha +\pi }{2}\), bzw. eine Halbperiode dagegen verschoben, und die Zunahme pro Schwingung ist stets dieselbe. Im Falle (II) können sich gleichfalls ``Restlösungen'' einstellen als beständig um denselben Betrag der Ausschläge abnehmende Schwingungen. Dem Falle (III) entsprechen asymptotisch-periodische Lösungen. Im Linienbild der Bewegung gibt es zwei aus Kreis- oder Kreisringgebieten bestehende ``Gefahrzonen''. Bewegungen, deren darstellender Punkt in sie hineingelangt, kommen vorübergehend oder dauernd zum Stillstand. Solche heißen gegenüber den ``normalen'' Bewegungen ``gefährdet''. Die nicht durchweg normalen Lösungen im Falle (II) und (III) werden noch besonders in bezug auf den periodischen Grenzzustand untersucht. Im ersteren klingt jede beliebige Lösung ab und nähert sich außerhalb der Gefahrzone einer eindeutig bestimmten, periodischen Bewegung. Diese kommt während eines Abschnitts der Periode zum vorübergehenden Stillstand. Der letztere Fall unterscheidet sich von dem ersteren nur dadurch, daß sich der bewegte Punkt \(m\) während der Stillstandszeit in Grenzlage gegen Gleiten befindet. Im Fall großer Reibung, \(2R > K\), klingt jede Bewegung ab gegen eine dauernde Ruhelage in der Nähe des Nullpunktes.
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