Zur algebraischen Geometrie. V: Ein Kriterium für die Einfachheit von Schnittpunkten. (Q2618072)

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scientific article; zbMATH DE number 2538741
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    Zur algebraischen Geometrie. V: Ein Kriterium für die Einfachheit von Schnittpunkten.
    scientific article; zbMATH DE number 2538741

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      Zur algebraischen Geometrie. V: Ein Kriterium für die Einfachheit von Schnittpunkten. (English)
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      1934
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      In einer früheren Arbeit (1928; F. d. M. 54, 140 (JFM 54.0140.*)-141) hat Verf. einen Satz über die Einfachheit der Lösungen von \(n\) Gleichungen mit \(n\) Unbekannten bewiesen, der ein Spezialfall des folgenden allgemeinen Satzes ist: Schneidet man eine irreduzible \(d\)-dimensionale Mannigfaltigkeit \(\mathfrak M\) des projektiven Raumes \(P_n\) mit \(d\) Hyperflächen \[ \left \{\begin{matrix} &\l \\ \lambda _0F_0&+\lambda _1F_1&+\cdots &+\lambda _rF_r&=0,\\ \hdotsfor 5\\ \nu _0H_0 &+\nu _1H_1 &+\cdots &+\lambda _8H_8&=0, \end{matrix} \right. \] die je eine lineare Schar durchlaufen, so haben für unbestimmte \(\lambda,\dots,\nu \) diejenigen Schnittpunkte, die nicht Basispunkte einer linearen Schar sind, stets die Multiplizität Eins. Der Beweis dieses Satzes wird zurückgeführt auf die \(d\)-malige Anwendung des entsprechenden Theorems für ireduzible Kurven \(\mathfrak M=C\): Schneidet man \(C\) mit den Hyperflächen eines Büschels \[ \lambda _0F_0+\lambda _1F_1=0, \] so sind für unbestimmte \(\lambda \) diejenigen Schnittpunkte, die nicht Basispunkte des Büschels sind, stets einfach. Und dieses Theorem wird aus einem Satze \(D\) gefolgert, der ein Kriterium für das Zusammenfallen zweier Lösungen enthält. Differentialgeometrisch gedeutet, sagt er für \(\mathfrak M=C\) z. B. aus, daß\ die allgemeine Hyperfläche des Büschels die Kurve \(C\) nicht berühren kann. In der Formulierung von Satz \(D\) und in dessen Beweis wird von Ableitungen von Polynomen und von algebraischen Funktionen Gebrauch gemacht, also von Hilfsmitteln, die den idealtheoretischen Methoden fremd sind. Trotzdem verläßt es man hier nicht den algebraischen Standpunkt, da sich die Ableitungen der genannten Funktion auch auf rein algebraischem Wege definieren lassen, was Verf. in einer früheren Arbeit (1926; F. d. M. 52, 124 (JFM 52.0124.*)) ausgeführt hat. Die Benützung des Satzes \(D\), die insbesondere bei italienischen Algebraikern seit langem üblich ist, bedeutet gegenüber den Methoden der Idealtheorie eien wesentliche Vereinfachung.
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