Sur les nombres de Betti locaux. (Q2619293)

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scientific article; zbMATH DE number 2541025
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    Sur les nombres de Betti locaux.
    scientific article; zbMATH DE number 2541025

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      Sur les nombres de Betti locaux. (English)
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      1934
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      Für einen Punkt \(a\) einer abgeschlossenen Teilmenge \(S\) eines topologischen Raumes \(R\) sind die ``lokalen \textit{Betti}schen Zahlen'' \(\beta _k (a, S)\) folgendermaßen definiert: Für zwei Umgebungen \(U > V\) von \(a\) in \(R\) bezeichne \(\beta _k (V, U; S)\) den Rang des Moduls der \((k, R)\)-Zyklen mod \((S-U)\) in \(S\), wobei Zyklen, die mod \((S-V)\) in \(S\) homolog sind, als nicht verschieden angesehen werden, bzw. \(\infty \), wenn der Rang nicht endlich ist. (Alle Bezeichnungen sin im Sinne der Arbeit des Verf. Théorie générale de l'homologie dans un espace quelconque, Fundamenta 19 (1932), 149-183 (F. d. M. 58) mit der Familie der offenen Mengen als Fundamentalfamilie zu verstehen; der Koeffizientenbereich \(\mathfrak R\) ist der Körper der rationalen Zahlen oder der mod einer Primzahl reduzierten ganzen Zahlen; statt \(\{ C^p(\mathfrak U )\}\) wird kurz \(C^p\) geschrieben.) Bei festem \(U\) nimmt \(\beta _k (V, U; S)\) nicht zu, wenn man \(V\) durch eine kleinere Umgebung ersetzt; \(\beta _k (a, U; S)\) bezeichne den gemeinsamen Wert der \(\beta _k(V, U; S)\) für hinreichend kleine \(V\). Bei Verkleinerung von \(U\) nimmt \(\beta _k(a, U; S)\) nicht ab; man setze \(\beta _k (a, S) = m\) bzw. \(\omega \) bzw. \(\infty \), je nachdem ob bei Verkleinerung von \(U \;\beta _k(a, U; S)\) schließlich einen konstanten endlichen Wert \(m\) annimmt, beliebig große, aber stets endliche Werte annimmt oder schließlich \(\infty \) wird. - Ist \(a\) ein regulärer Punkt von \(R\) (d. h. jede \(U\) enthält eine \(V\) mit \(\overline {V} < U\)), so kann \(\beta _0(a, S)\) nur die Werte 0, 1, \(\infty \) annehmen; der Wert 1 kennzeichnet die isolierten Punkte von \(S\); die Werte \(\infty \) bzw. 0 treten auf, wenn in jeder Umgsbung von \(a\) unendlich viele Komponenten von \(S\) enthalten sind bzw. wenn bei hinreichend kleiner \(U\) jede Komponente von \(S\) einen Punkt mit \(R-U\) gemeinsam hat. Additionssätze für lokale \textit{Betti}sche Zahlen in einem vollständig normalen \(R\): Es sei \(R = A+B, A\) und \(B\) abgeschlossen, \(a \in AB\). Wenn \(\beta _{k+1}(a, A) = \beta _{k+1}(a, B) = 0\), gilt \(\beta _k(a, AB) \geq \beta _{k+1}(a, R)\). Wenn \(\beta _k(a, A) = \beta _k(a, B) = 0\), so gilt \(\beta _k(a, AB) \leq \beta _{k+1}(a, R)\). Verf. nimmt nun seine Untersuchungen über einen allgemeinen Mannigfaltigkeitsbegriff (Annals of Math. (2) 34 (1933), 621-730; F. d. M. \(59_{\text{II}}\), 1249-1253) wieder auf. Er zeigt: Die Axiome A\(_{1-4}\), B, D\(_1\), D\(_2\), E der genannten Arbeit sind äquivalent mit dem folgenden Axiomensystem: (1)-(4) gleichlautend mit A\(_{1-4}\). (5) \(R\) ist lokal zusammenhängend von der Ordnung \(n\) in bezug auf \(\mathfrak R\) in jedem Punkt \(x \in R - S\); das bedeutet: Jede Umgebung \(P\) von \(x\) enthält eine Umgebung \(Q\) von \(x\), so daß\ jeder absolute \((n, R)\)-Zyklus in \(\overline {Q}\) in \(\overline {P}\) homolog null ist (\(n \geq 1\) ist - nach \(A_4\) - die Dimension von \(R-S\); für den Begriff des lokalen Zusammenhangs). (6) Für \(x \in R-S\) ist \(\beta _n(x, R) = 1\). (7) Für jede abgeschlossenen Teilmenge \(A\) von \(R\) sei \(\beta _n(x, A) = 0\) für \(x \in A \cdot \overline {R-A} - S\). - Wenn \(R\) diesen Axiomen genügt, wird \(R\) als eine \(V^n_0(S)\) bezeichnet. - Nennt man eine \(V^n_0(S)\) ``orientierbar mod \(S\)'', wenn es einen \((n, R)\)-Zyklus mod \(SG^n\) (``Hauptzyklus'') gibt, so daß\ für jede abgeschlossenen Menge \(A<R\) mit \(R - (A+S) \not = 0\) \(G^n\) mod \(S\) keinem \((n, R)\)-Zyklus mod \(S\) in \(A+S\) homolog ist, so gilt weiter: Das Axiom F (l.c.) ist gleichbedeutend mit der Orientierbarkeit von \(R\). - Schließlich wird noch gezeigt: Die Axiomengruppen \(G^k\) und \(H^{k-1}\) der früheren Arbeit sind gleichbedeutend mit (I\(^k\)): \(R\) ist in jedem Punkt \(x \in R-S\) lokal zusammenhängend von der Ordnung \(k\) bezüglich \(\mathfrak R\), und (II\(^k\)) \(\beta _k(x, R) = 0\) für \(x \in R-S\). Wenn \(R\) eine \(V^n_0(S)\) ist und für eine gewosses \(p \;(1 \leq p \geq n)\) die Axiome (I\(^k\)) und (II\(^k\)) für alle \(k\), \(n-p \leq k \leq n-1\), erfüllt, so heißt \(R\) eine \(V^n_p(S)\) (\(n\)-dimensionale Mannigfaltigkeit der Ordnung \(p\) mod \(S\)). Ist \(R\) ein topologischer Raum, \(A\) eine abgeschlossene Teilmenge von \(R, a \in A\), so sind ``lokale äußere \textit{Betti}sche Zahlen'' \(\alpha _k(a, R-A)\) folgendermaßen definiert: Für zwei Umgebungen \(U < V\) von \(A\) sei \(\mathfrak A _k(V, U; R-A)\) der Modul der absoluten \((k, R)\)-Zyklen ``im Innern'' von \(V-A\), wobei Zyklen, die ``im Innern'' von \(U-A\) homolog null sind, als nicht verschieden angesehen werden; der Ausdruck ``im Innern'' besagt: in einer abgeschlossenen Teilmenge von \(V-A\) bzw. \(U-A\). \(\alpha _k(V, U; R-A)\) sei der Rang von \(\mathfrak A _k(V, U; R-A)\) oder \(\infty \), falls der Rang nicht endlich ist. \(\alpha _k(a, R-A)\) entsteht daraus - genau wie früher die \(\beta _k(a, S)\) - indem man zuerst die \(V\), dann die \(U\) auf \(a\) zusammenzieht. Übrigens hängen die \(\alpha _k(a, R-A)\) im allgemeinen nicht nur von der lokalen Struktur von \(R-A+a\), sondern auch von der von \(R\) ab; bei Bikompaktheit von \(R\) (im Punkte \(a\)) genügt es jedoch, \(R-A+a\) zu kennen. In \(\alpha _0(a, R-A)\) kommen lokale Zerlegungseigenschaften von \(A\) in \(R\) zum Ausdruck, z. B. bei endlichem \(\alpha _0(a, R-A) = m\); Für eine hinreichend kleine Umgebung \(U\) von \(a\) gehört \(a\) zur Begrenzung von \(m+1\) Konstituenten von \(U-A\), aber nicht zur Begrenzung der Vereinigungsmenge der übrigen Konstituenten von \(U-A\). Zwischen den lokalen \textit{Betti}schen Zahlen \(\alpha \) und \(\beta \) bestehen in verallgemeinerten Mannigfaltigkeiten lokale Dualitätssätze: Ist \(R\) eine \(V^n_0(S), \;A < R\) abgeschlossen, \(a \in A-S\), dann gilt: \(\alpha _0(a, R-A) \leq \beta _{n-1}(a, A)\). Wenn außerdem \(\beta _{n-1}(a, R) = 0\), so gilt auch \(\alpha _0(a, R-A) \geq \beta _{n-1}(a, A)\). Allgemeiner: Es sei \(0 \leq p \leq n-2,\;q =n-p-1\) und \(t = \)Min(\(p+1, q\)); \(R\) sei eine \(V^n_t(S), \;A<B\) abgeschlossen, \(a \in A-S\). Wenn \(\beta _{p+1}(a, R) = 0\), so gilt \(\alpha _q(a, R-A) \leq \beta _p(a, A)\). Wenn \(\beta _p(a, R) = 0\), gilt \(\alpha _q(a, R-A) \geq \beta _p(a, A)\). Ist z. B. \(R\) der euklidische \(R^n(S = 0)\), so steht hier überall das Gleichheitszeichen.
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