Über eine in der Theorie der Funktionen von zwei komplexen Veränderlichen auftretende unitäre Geometrie. (Q2623218)

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scientific article; zbMATH DE number 2543592
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    Über eine in der Theorie der Funktionen von zwei komplexen Veränderlichen auftretende unitäre Geometrie.
    scientific article; zbMATH DE number 2543592

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      Über eine in der Theorie der Funktionen von zwei komplexen Veränderlichen auftretende unitäre Geometrie. (English)
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      1933
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      Verf. betrachtet einen schlichten, offenen, einfach zusammenhän\-genden (vierdimensionalen) Bereich \(\mathfrak B\) der komplexen Variablen \(z^1,z^2\) und in \(\mathfrak B\) einem inneren Punkt \((t_1,t_2)\). Unter den Integralwerten \[ \int_{\mathfrak B}| h(z^1,z^2)| d\omega,\quad d\omega =dx_1dx_2dy_1dy_2,\quad z^{\varkappa }=x^{\varkappa }+iy^{\varkappa },\quad \bar {z}^{\varkappa }=x^{\varkappa }-iy^{\varkappa } \quad (\varkappa =1,2) \] existiert stets ein Minimum, sobald zur Konkurrenz alle in \(\mathfrak B\) regulären Funktionen zugelassen werden, die der Nebenbedingung \(h(t^1,t^2)=1\) genügen. Der reziproke Wert dieses Minimums definiert in jedem Punkt \((t^1,t^2)\) eine reelle Funktion, die sogenannte (in \(\mathfrak B\) reguläre) Kernfunktion \(K_{\mathfrak B}(t^1,t^2,\bar t^1,\bar t^2)\) des Bereichs \(\mathfrak B\) (vgl. die für diese Theorie grundlegende Abhandlung des Verf. ``Über die Kernfunktion eines Bereiches und ihr Verhalten am Rande I'', J. f. M. 169 (1932), 1-42; F. d. M. 58). Sodann betrachtet Verf. die analytische Transformation \[ z^{*^{\varkappa }}=z^{*^{\varkappa }}(z_1,z_2) \qquad (\varkappa =1,2) \] und beweist den Tensorcharakter der \textit{Hermite}schen kovarianten Größe zweiter Stufe \[ g_{\nu \Omega }=\partial _{\nu }\partial _{\Omega }\log K_{\mathfrak B} \] gegenüber diesen analytischen Transformationen. Im Gegensatz zu sonstigen differentialgeometrischen Methoden (welche hier jetzt mit solchen der Funktionentheorie verknüpft werden), ist der so gewonnene Fundamentaltensor im ganzen Bereich \(\mathfrak B\), also ``im Großen'', erklärt, und man kann auch eine große Klasse von einfach zusammenhängenden Bereichen angeben, für welche eine effektive Berechnung der Kernfunktion, d. h. also auch des \textit{Hermite}schen Fundamentaltensors \(g_{\nu \Omega }\), möglich ist (vgl. \textit{A. Hammerstein} 1933; F. d. M. \(59_{\text{I}}\), 338-339). Andrerseits verdankt man \textit{J. A. Schouten} und \textit{D.van Dantzig} die Entwicklung der ``unitären Differentialgeometrie'' eines \textit{Hermit}schen Fundamentaltensors, vor allem die Untersuchung der hier möglichen Übertragungen und Krümmungsgrößen (vgl. \textit{J. A. Schouten}, 1929; F. d. M. \(55_{\text{I}}\), 411; \textit{J. A. Shouten \(\and \) D.van Dantzig}, 1929, 1930; F. d. M. \(55_{\text{I}}\), 410; \(56_{\text{I}}\), 633; ferner: Über unitäre Geometrien konstanter Krümmung, Proceedings Amsterdam 34 (1931), 1293-1304; F. d. M. 57). Mit diesen Hilfsmitteln wird nummehr die Charakterisierung der aus der Kernfunktion zu gewinnenden unitären Geometrie durchgeführt, welche nicht zu dem allgemeinsten von \textit{J. A. Schouten} angegebenen Fall gehört. Es wird gezeigt: Ist \(g_{\nu \Omega }\) durch die zweiten Ableitungen einer (in \(z_1,z_2,\bar z_1,\bar z_2\)) regulären Funktion \(T\) angegeben, und existieren zwei Funktionen \(\varphi (z_1,z_2)\) (analitisch), und \(\psi (\bar z_1,\bar z_2)\) (antianalitisch), derart daß\ sich \(e^T\varphi \psi \) wie eine Dichte vom Gewicht \((+1,+1)\) transformiert \((\varphi \psi \neq 0)\), so ist die zu \(g_{\nu \Omega }\) gehörige lineare Übertragung symmetrisch \((S_{\lambda _{\mu }}^{\bullet \bullet \nu }=0)\), und es existiert ein Skalar \(I\) derart, daß\ die Beziehung \[ g_{\nu \Omega }+R_{\Omega \lambda _{\nu }}^{\bullet \bullet \bullet \nu }= \partial _{\lambda }\partial _{\Omega }\log I \tag{*} \] gilt. Umgekehrt folgen aus \(S_{\lambda _{\mu }}^{\bullet \bullet \nu }=0\) und (*) stets die angegebenen Voraussetzungen. Schließlich werden noch die notwendigen und hinreichenden Bedingungen angegeben, unter welchen die Übertragung konformeuklidisch ist. Alle gewonnen Ergebnisse können unmittelbar auf den Fall von \(n\) komplexen Veränderlichen ausgedehnt werden. Die von Verf. verwendete Symbolik entspricht völlig den von \textit{J. A. Schouten} gegebenen Normen. (V 6 C.)
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