Laplace'sche Integraltransformation und Integration partieller Differentialgleichungen vom hyperbolischen und parabolischen Typus. (Q2624940)

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scientific article; zbMATH DE number 2546591
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    Laplace'sche Integraltransformation und Integration partieller Differentialgleichungen vom hyperbolischen und parabolischen Typus.
    scientific article; zbMATH DE number 2546591

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      Laplace'sche Integraltransformation und Integration partieller Differentialgleichungen vom hyperbolischen und parabolischen Typus. (English)
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      1933
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      Es handelt sich um die partielle Differentialgleichung \[ a(x)\frac {\partial ^2u}{\partial t^2}+b(x)\frac {\partial u}{\partial t} -L(u)=f(x, t) \tag{I 1} \] mit \[ L(u)\equiv p(x)\frac {\partial ^2u}{\partial x^2}+ q(x)\frac {\partial u}{\partial x}+r(x)u \] in dem Halbstreifen \(0\leqq x\leqq 1\), \(0<t\) unter den Anfangsbedingungen \[ u(x, 0)=u_0(x), \quad \frac {\partial u}{\partial t}\Bigg | _{t=0} =u_1(x) \tag{I 2} \] und den Randbedingungen \[ \begin{gathered} L_1(u)\equiv a_{11}u(0, t)+a_{12}u'(0, t)+b_{11}u(1, t)+b_{12}u'(1, t)=0, \\ \tag{I 3}\\ L_2(u)\equiv a_{21}u(0, t)+a_{22}u'(0, t)+b_{21}u(1, t)+b_{22}u'(1, t)=0. \end{gathered} \] Entgegen der Überschrift wird nur der Fall \[ a(x)>0, \quad p(x)>0, \] also die Differentialgleichung von hyperbolischem Typus, behandelt. Es wird die bekannte (siehe unten) Methode angewendet, die partielle Differentialgleichung vermittels der \textit{Laplace}-Transformation \[ \int \limits _{0}^{\infty }e^{-\lambda t}u(x, t)dt=V(x, \lambda ) \] auf die gewöhnliche Differentialgleichung \[ [a(x)\lambda ^2+b(x)\lambda ]V-L(V)= [a(x)\lambda +b(x)]u_0(x)+a(x)u_1(x)+g(x, \lambda ) \tag{II 1} \] mit den Randbedingungen \[ L_1(V)=0, \qquad L_2(V)=0 \tag{II 2} \] zu reduzieren. Aus \(V\) kann man rückwärts \(u(x, t)\) vermittels der Umkehrformel \[ u(x, t)=\frac {1}{2\pi i}\int \limits _{\sigma -i\infty }^{\sigma +i\infty } e^{\lambda t}V(x, \lambda )d\lambda \tag{*} \] gewinnen, wobei dieses komplexe Integral in geeigneter Weise als Grenzwert eines Integrales über einen endlichen, evtl. geschlossenen Weg zu definieren ist. Für die Lösung von (II) läßt sich alles Nötige aus Arbeiten von \textit{Birkhoff} und \textit{Tamarkin} entnehmen, insbesondere die Existenz einer in dem Parameter \(\lambda \) meromorphen \textit{Green}schen Funktion \(G(x, s; \lambda )\), vermittels deren sich die Lösung von (II) für die von den Polen (Eigenwerten) von \(G\) verschiedenen \(\lambda \) in der Gestalt \[ V(x, \lambda )=-\int \limits _0^1G(x, s; \lambda )R(s, \lambda )ds \] ergibt, wo \(R\) die rechte Seite von (II 1) ist. Hieraus ergibt sich vermittels Formel (*) die Lösung von (I). -\(u(x, t)\) läßt sich naturgemäß\ auch als Residuensumme der Funktion \(e^{\lambda t}V(x, \lambda )\) schreiben. Anmerkung des Ref: Die Angabe der Einleitung, daß\ für die Ergebnisse der auf eine Begründung des \textit{Heaviside}-Kalküls hinzielenden Arbeit von \textit{Bromwich}, Normal coordinates in dynamical systems (1916; F. d. M. 46, 1181 (JFM 46.1181.*)), die durch die vorliegende Arbeit fundiert werden soll, bisher kein strenger Beweis gegeben worden sei, ist unzutreffend (siehe den die einschlägigen Arbeiten des letzten Jehrzehnts zusammenfassenden Überblick von \textit{G. Doetsch}, 1934; F. d. M. \(60_{\text{I}}\), 350-351). Ferner ist die auf die Arbeiten des Ref. bezügliche Fußnote S. 256 dahin zu ergänzen, daß\ Ref. nicht bloß\ das vorliegende Problem im Fall konstanter Koeffizienten ``untersucht'' (das ist sehr oft auch durch andere Autoren geschehen), sondern vor allem genau die vom Verf. benutzte Methode geschaffen hat. (IV 7. )
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