Kurzwellenausbreitung im Erdmagnetfeld. (Q561067)

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scientific article; zbMATH DE number 2547957
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    Kurzwellenausbreitung im Erdmagnetfeld.
    scientific article; zbMATH DE number 2547957

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      Kurzwellenausbreitung im Erdmagnetfeld. (English)
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      1933
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      Die fortlaufenden Registrierungen der \textit{Heavisideschicht} zeigen zwei als Sonnenaufgangs- bzw. als Sonnenuntergangsphänomen bekannte Erscheinungen, die in einer Aufspaltung der Höhenregistrierung bestehen und als magnetische Doppelbrechung angesehen werden, verursacht durch die Anwesenheit des magnetischen Erdfeldes. Zur theoretischen Erfassung dieses Vorgangs muss man also die Ausbreitung elektrischer Wellen in einem inhomogen magnetisierten Medium betrachten. Die Verf. versuchen eine genährte Lösung dieses mathematisch äußerst komplizierten Problems, indem sie von der Ausbreitung der Wellen im homogen magnetisierten Medium ausgehen und Reflexion und Brechung an der Grenze zweier solcher Medien betrachten. Die \textit{Heaviside}schicht kann man sich dann in eine große Zahl in sich homogener Schichten zerlegt denken. Die Überlegungen führen zu dem Resultat, daß die Erklärung der Aufspaltung der Echosignale als magnetische Doppelbrechung zutreffend ist. Teil I der Arbeit gibt die Formeln für die Ausbreitung einer ebenen homogenen Welle in einem homogenen ionisierten Gas bei beliebiger Richtung der Fortpflanzungsgeschwindigkeit zum Magnetfeld. Es zeigt sich, daß die Anwesenheit des Magnetfeldes im allgemeinen zwei Wellen verschiedener Ausbreitungsgeschwindigkeit und Schwingungsform nach sich zieht. Teil II befaßt sich mit der eingehendenDiskussion der Gesetze für den Brechungsindex (Null- und Unendlichkeitsstellen). Im Teil III wird die Schwingungsform der Welle näher betrachtet. Es ergibt sich elliptische Polarisation, die Schwingungsellipsen liegen gekreutz und haben dasselbe Achsenverhältnis, jedoch entgegengesetzten Umlaufssinn. Der Teil IV behandelt Reflexion und Brechung an der Grenze zweier magnetisierter Medien, und der Teil V endlich bringt die Anwendung dieser Überlegungen auf die \textit{Heaviside}schicht, die zerlegt gedacht ist in dünne Schichten, an deren Grenze sich der Brechungindex nur wenig ändert. Es zeigt, daß sich beide Wellen innerhalb der Schicht vollständig unabhängig voneinander fortpflanzen. Zum Schluß wird die Ausbreitung im Gebiet sehr geringer Elektronendichte - Gebiet zwischen \textit{Heaviside}schicht und Erdoberfläche - behandelt. Die Wellen breiten sich hier geradlinig und unverändert so aus, wie sie die Schicht verlassen.
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