Beiträge zur Algebra 19: Matrizen, Moduln und verallgemeinerte Abelsche Gruppen im Bereich der ganzen algebraischen Zahlen (Q563154)

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scientific article; zbMATH DE number 2549203
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    Beiträge zur Algebra 19: Matrizen, Moduln und verallgemeinerte Abelsche Gruppen im Bereich der ganzen algebraischen Zahlen
    scientific article; zbMATH DE number 2549203

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      Beiträge zur Algebra 19: Matrizen, Moduln und verallgemeinerte Abelsche Gruppen im Bereich der ganzen algebraischen Zahlen (English)
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      1932
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      Zweck des vorliegenden Aufsatzes ist es, eine neue Herleitung der von \textit{E. Steinitz} stammenden Sätze aus seinen zwei grundlegenden, aber nicht leicht lesbaren Arbeiten über Matrizen und Linearformenmoduln mit ganzen algebraischen Zahlen als Koeffizienten (1911, 1912; F. d. M. 42, 230 (JFM 42.0230.*); 43, 274) auf einfachem Wege mit möglichst wenig Hilfssätzen zu geben. Die ganz-rationalzahligen Matrizen lassen sich durch sog. ``Elementartransformationen'' in eine in einrangige Matrizen zerlegbare, nur durch die Elementarteiler bestimmte Normalform (Diagonalmatrix) überführen. Auch für die Matrizen mit ganzen algebraischen Zahlen läßt sich, was bei \textit{Steinitz} nicht geschehen ist, ein gleicher Weg einschlagen, und man gelangt hier zu zerlegbaren Normalformen, die aus zweireihigen Matrizen vom Range 1 bestehen und die durch die Elementarteiler und die Matrizenklasse (ein Produkt von Idealklassen) als Invarianten der Äquivalenz charakterisiert sind. Verf. wendet wie \textit{Steinitz} die Sätze noch auf Linearformenmoduln und, wie man heute sagt, auf verallgemeinerte abelsche Gruppen im Bereich der ganzen algebraischen Zahlen an. Alle zu einem Linearformenmodul \(\mathfrak M\) gehörigen Matrizen haben dieselben Elementarteiler und dieselbe Klasse, wodurch sich eine ``Normalbasis'' für \(\mathfrak M\) bestimmen läßt. Zwei ``Grundmoduln'' sind dann und nur dann als verallgemeinerte abelsche Gruppen mit dem Multiplikatorenbereich der ganzen algebraischen Zahlen isomorph, wenn sie denselben Rang und dieselbe Klasse besitzen. Damit zwei Moduln \(\mathfrak M\) und \(\mathfrak M'\) äquivalent sind, müssen sie gleiche Elementarteiler und gleiche Klasse oder isomorphe endliche Restgruppen und isomorphe Grundmoduln haben. ``Für Grundmodulgruppen, deren Multiplikatorenbereich kein Hauptidealring ist, gilt der Isomorphiesatz der direkten Zerlegung nicht. Der Isomorphiesatz ist also vom Obergruppensatz allein im axiomatischen Sinne unabhängig.'' Dieses bereits bei \textit{Steinitz} befindliche Resultat, das die nicht allgemeine Gültigkeit des von den gewöhnlichen endlichen abelschen Gruppen her bekannten ``Isomorphiesatzes der direkten Zerlegung'' zeigt, entscheidet, wie Verf. besonders hervorhebt, eine noch in der letzten Zeit diskutierte Streitfrage. Einige der \textit{Steinitz}schen. Modulsätze finden sich schon 1895 bei \textit{R. Dedekind} (Nachrichten Göttingen 1895, 183-208 (F. d. M. 26, 110 (JFM 26.0110.*)-111); s. a. Gesammelte Werke, Bd. 2 (1931; JFM 57.0036.*), S. 59); die \textit{Dedekind}sche Arbeit verfolgt aber nur zahlentheoretische Ziele, ohne die \textit{Steinitz}schen Sätze über Matrizen und verallgemeinerte \textit{Abel}sche Gruppen zu enthalten. (III 5, 7.)
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