Quelques remarques sur le problème des comètes. (Q565120)

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scientific article; zbMATH DE number 2552532
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    Quelques remarques sur le problème des comètes.
    scientific article; zbMATH DE number 2552532

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      Quelques remarques sur le problème des comètes. (English)
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      1932
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      Immer wieder setzt es eine neue Generation von Astronomen in Erstaunen, daß unter den beobachteten Kometenbahnen sichere Hyperbeln mit einer erheblich über der Einheit liegenden Exzentrizität nicht festgestelltworden sind, obwohl sie mit den \textit{Keplers}chen Gesetzen verträglich wären. Der Ausweg wird stets in der gleichen Richtung gesucht; es wird bewiesen, daß das Vorkommen von Hyperbeln unter gewissen scheinbar plausiblen Voraussetzungen äußerst unwahrscheinlich ist. Bewiesen wird eigentlich nur, was in die Voraussetzungen hineingelegt wird. Das Gebiet der geometrischen Wahrscheinlichkeiten ist gefährlich. Was bei einer bestimmten Koordinatenwahl vernünftig erscheint, ist es bei einer anderen ebenfalls berechtigten durchaus nicht mehr, wie etwa ein auf \textit{Bertrand} zurückgehendes Paradoxon lehrt. Verf. ist sich dieser Schwierigkeiten bewußt. Er hat die Geschichte seines Problems eifrig studiert und ist von der grundlegenden Arbeit von \textit{Laplace}: Sur le comètes (Conn. d. temps 1816) ausgegangen. Er hat den schwachen Punkt derselben erkannt und nimmt, um ihn zu umschiffen, einen Höchstwert für die Anfangsgeschwindigkeiten des Kometen an, was die Willkür des Ansatzes an sich noch vermehrt. Ich weiß nicht, ob sich Verf. die Mühe gemacht hätte, seine Arbeit in dieser Breite zu schreiben, wenn ihm die Besprechung des Aufsatzes von Laplace durch \textit{Gauß} (Gauß Werke VI, 581-583) bekannt gewesen wäre. In nuce enthält sie wohl alles Wesentliche, was Verf. feststellen konnte. Sie läßt dabei in ihrer Kürze klarer erkennen, was die Wahrscheinlichkeitstheorie zu diesem Problem beitragen kann und was nicht. \textit{Gauß} nennt die Aufgabe eigentlich unauflösbar, nicht weil sie die Kräfte der Mathematik an sich überstiege, sondern weil die Frage nicht richtig gestellt ist. Diese heute noch wie vor 120 Jahren gültige Erkenntnis vermißt man bei der vorliegenden Arbeit, die in der mathematischen Einzelausführung aber oft recht geschickt angelegt ist und dadurch Interesse verdient.
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