Über eine Anwendung des Verzerrungssatzes auf meromorphe Funktionen. (Q565781)
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scientific article; zbMATH DE number 2549985
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Über eine Anwendung des Verzerrungssatzes auf meromorphe Funktionen. |
scientific article; zbMATH DE number 2549985 |
Statements
Über eine Anwendung des Verzerrungssatzes auf meromorphe Funktionen. (English)
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1932
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Die geometrische Orientierung, die die Theorie der meromorphen Funktionen genommen hat, legt es nahe, mit den Hilfsmitteln der eigentlich geometrischen Funktionentheorie an sie heranzugehen; Verf. tut das hier, indem er unter Berufung auf die Tatsache, daß die Umkehrung einer meromorpen Funktion eine schlichte Abblidung einer gewissen \textit{Riemann}schen Fläche vermittelt, die Verzerrungssätze für schlichte Funktionen anwendet. Ist \(z = f(x)\) eine meromorphe Funktion, so nennt Verf. die Gesamtheit der Stellen \(x\), in denen sie den festen Wert \(z\) annimmt, die Sorte \(z\). Diese Sorten werden dann eingeteilt nach dem Verweigungscharkter der \textit{Riemann}schen Fläche, auf die \(f(x)\) abbildet, über dem betreffenden Punkt \(z\). Insbesondere ist die Rede von einer gewöhnlichen, von einer algebraischen Sorte endlicher oder unbeschränkter Ordnung, wenn jedes zusammenhängende Flächestück über einer gewissen Umgebung von \(z\) schlicht, von beschränkter Blattzahl, bzw. von endlicher aber nicht beschränkter Blattzahl ist. Es wird dann fast durchgänging vorausgesetzt, daß die Menge der gewöhnlichen Sorten zusammenhängend und nicht leer sei. Man findet dann zunächst: Ist die Verzerrung \(|f'(x)|\) in den Punkten einer gewöhnlichen Sorte nach oben oder nach unten beschränkt, so ist sie es in allen solchen Punkten. Mit seither geläufingen Begriffen der Theorie wird die Verzerrungsbeschränktheit in Zusammenhang gebracht durch Sätze wie: Eine meromorphe Funktion, die in den Punkten einer gewöhnlichen Sorte nach oben verzerrungsbeschränkt ist, ist höchstens von der Wachstumsordnung 2; wie das Beispiel der elliptischen Funktionen zeigt, ist die Schranke genau. Ferner wird zu der Frage nach dem Zusammenhang zwischen Ausnahmewerten und Zielwerten (asymptotischen Werten) ein Beitrag geliefert: Bei unterer Verzerrungsbeschränktheit in den gewöhnlichen Sorten und unter einer weiteren Voraussetzung, die z. B. bei endlicher Ordnung erfüllt ist, ist keine gewöhnliche und keine isolierte algebraische Sorte endlicher Ordnung Ausnahmewert im Sinne \textit{Valirons}; d. h. also diese Ausnahmewerte sind unter den transzendenten Singularitäten der Umkehrfunktion (den Zielwerten nach \textit{Iversen}) oder unter den algebraischen Sorten unbeschränkter Ordnung zu suchen. Die ``Ableitungsfestigkeit'' der \textit{Nevanlinna}schen und der \textit{Valiron}schen Ausnahmewerte, d. h. die Tatsache, daß jedem endlichen Ausnahmewert von \(f(x)\) der Ausnahmewert 0 bei \(f'(x)\) entspricht (vgl. Verf., 1929; F. d. M. \(55_{\text{I}}\), 196), legt es nahe, die eben angeschnittene Frage weiter zu klären, indem man auch die Zielwerte auf Ableitungsfestigkeit hin untersucht. Es wird ein hinreichendes Kriterium hierfür gewonnen. Interessante Vermutungen über den Zusammenhang zwischen den verschiedenen Arten von Ausnahmewerten und den nicht gewöhnlichen Sorten beschließen die Arbeit. (IV 5.)
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