Über den Einfluß der Verzweigtheit einer Algebroide auf ihre Wertverteilung. (Q565791)

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scientific article; zbMATH DE number 2549995
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    Über den Einfluß der Verzweigtheit einer Algebroide auf ihre Wertverteilung.
    scientific article; zbMATH DE number 2549995

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      Über den Einfluß der Verzweigtheit einer Algebroide auf ihre Wertverteilung. (English)
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      1932
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      I. Die Algebroide \(f(z)\) möge auf der \(k\)-blättringen \textit{Riemann}sche Fläche \(X\) eindeutig ausgebreitet sein. Verf. zeigt dann, wie eine gewisse Dichtigkeit der Verzweigungspunkte von \(X\) ein bestimmes Mindestwachstum von \(T(r,f)\), der charakteristischen Funktion von \(f(x)\) nach sich zieht. Man kann solche Aussagen als Verallgemeinerungen der bekannten \textit{Weierstraß}schen Lückensätze für algebraische Funktionen ansehen. Die Dichtigkeit der Verzweigungspunkte wird dabei folgendermaßen gemessen: Es sei \(n_X (r)\) die Summe der Ordnungen der Verzweigungspunkte von \(X\), welche über dem Kreis mit dem Radius \(r\) um den Nullpunkt der \(x\)-Ebene liegen. Aus \(n_X(r)\) bildet man, wie es in der \textit{Nevanlinna}schen Werteverteilungstheorie immer geschieht, eine Art Mittelwert von der Form: \[ N_X (t) = \frac {1}{k} \int _0^r (n_X (t) - n_X (0)) \frac {dt}{t} + \frac {1}{k} \cdot n_X(0) \cdot \log r. \] Dann lautet der oben angedeutete ``Verzweigungssatz'': \[ N_X (r) \leq 2((k-1) T(r,f) + O(1). \leqno (1) \] II. Verf. beweist, teils durch Übertragung von Beweisprinzipien, die für meromorphe Funktionen bereits verwendet werden, teils durch genaueres Studium der Verzweigungsverhältnisse der Algebroiden \(f(x)\) folgende Ungleichung: \[ \begin{aligned} (2) \quad \sum _{i=1}^q m \left (r, \frac {1}{f-a_i} \right ) + N \left (r, \frac {1}{f'} \right ) - & \sum _{i=1}^q m \left (r, \frac {f'}{f-a_i} \right ) + O (1) \\ & \leq T(r, f') \leq N(r,f') + m (r,f) + m \left (r, \frac {f'}{f} \right ). \end{aligned} \] Dabei sind \(m\), \(N\), \(T\) die sinngemäß auf Algebroide übertragenen Ausdrücke der \textit{Nevanlinna}schen Theorie, die \(a_i\) von eiander verschidene endliche Zahlen, \(q\geq 1\). Aus (2) folgt der sogenannte zweite Hauptsatz der \textit{Nevanlinna}schen Theorie, auf Algebroide übertragen, in der Form: \[ \sum _{i=1}^q m \left (r, \frac {1}{f-a_i} \right ) + N_{\mathfrak Z} (r,f) \leq 2T(r,f) + N_X(r) +S(r) \quad \text{mit} \quad S(r) = o(T(r,f)). \] Dabei hat \(N_{\mathfrak Z} (r,f)\) folgende Bedeutung: Neben der \textit{Riemann}schen Fläche \(X\) betrachte man die \textit{Riemann}sche Fläche \(\mathfrak Z\), die vermöge \(z= f(x)\) eineinddeutig auf \(X\) bezogen ist. Auf \(\mathfrak Z\) ist also die Umkehrfunktion von \(z = f(x)\) eindeutig. \(N_{\mathfrak Z}\) ist dann von \(\mathfrak Z\) genau so gebildet wie \(N_X\) von \(X\), nur mit dem Unterschied, daß auf \(\mathfrak Z\) nur die Verzweigungspunkte endlicher Ordnung berücksichtigt werden. III. Aus (1) und (2) wird eine Anzahl von Sätzen gefolgert über Defektschranken und Ausnahmewerte algebroider Funktionen. Speziell ergibt sich: Im allgemeinen ist für Algebroide wie für meromorphe Funktionen (Algebroide mit \(k=1\)) die Summe aller Defekte höchstens zwei. Nur wenn \(T(r,f)\) und \(N_X(r)\) asymptotisch von gleicher Größenordnung sind, kann die Defektsumme größerals zwei, höchstens aber \(2k\) werden. Es werden mit Hilfe der Verzweigungsdichtigkeiten \(N_X\) und \(N_{\mathfrak Z}\) genauere Defektschranken angegeben und spezielle Funktionen konstriert, für die diese Schranken erreicht werden. Aus (1) und (2) folgt ferner: Hat \(f(x)\) einen endlichen Ausnahmewert (im \textit{Nevanlinna}schen, \textit{Valiron}schen oder \textit{Picard-Borel}schen Sinne), so ist Null ein ebensolcher Ausnahmewert für \(f'(x)\). Und zwar läßt sich genauer für den betreffenden Defekt von \(f'(x)\) an der Stelle 0 eine von der Defektsumme von \(f(x)\) abhängende untere Schranke angeben.
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