Zur Theorie der Singularitäten der Funktionen mehrer komplexen Veränderlichen. Regularitäts- und Konvergenzbereiche. (Q565805)

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scientific article; zbMATH DE number 2550007
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    Zur Theorie der Singularitäten der Funktionen mehrer komplexen Veränderlichen. Regularitäts- und Konvergenzbereiche.
    scientific article; zbMATH DE number 2550007

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      Zur Theorie der Singularitäten der Funktionen mehrer komplexen Veränderlichen. Regularitäts- und Konvergenzbereiche. (English)
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      1932
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      Die beiden Verf. setzen hier gemeinensam ihre unhänging voneinabder geführten Untersuchungen über die Regularitätsbereiche und Regularitätshüllen fort. Die Theorie wird dabei einheitlich neu aufgebaut und wesentlich erweitert. Zunächst werden durch eine ``konstruktive'' Definition die Bereiche über dem \(R_{2n}\) durch Folgen von Polyzylindern eingeführt und die dazugeörigen Begriffe: im Innern liegen, Teilbereich, Randdistanz, Überlagerungsbereich und der wichtige Begriff der Durchschnitts endlich oder unendlich vieler Bereiche definiert. Eine Menge \(\mathfrak K\) von Funktionene \(\{ f(z_1, \dots, z_n)\}\), die alle in einem Bereiche \(\mathfrak B\) regulär sind, wird eine ``in \(\mathfrak B\) reguläre Klasse'' gennant, wenn mit \(f\) auch alle partiellen Ableitungen \(\frac {\partial f}{\partial z_i}\) und alle Funktionen \(\text{const} \cdot f^k\) (\(k\) ganz positiv) zu \(\mathfrak K\) gehören. - Den Mittelpunkt der Untersuchungen bildet dann der folgende Fundamentalsatz: \(\mathfrak K\) sei eine im Bereiche \(\mathfrak B\) reguläre Klasse. \(\mathfrak {B}_0\) liege ganz im Innern von \(\mathfrak B\). \(M_0\) sei ein Punkt aud \(\mathfrak B\), in dem \(|f(M_0)| \leq \) Maximum von \(|f|\) in \(\mathfrak {B}_0\) ist für alle \(f\) aus \(\mathfrak K\). Dann sind alle \(f\) aus \(\mathfrak K\) noch regulär in einem Polyzynder \(S\) um \(M_0\) mit dem Radius \(r\) (= Minimaldistanz von \(\mathfrak {B}_0\) in bezug auf \(\mathfrak B\)), und außerdem ist für jedes \(\varrho < r\) das Maximum von \(|f|\) in dem Polyzylinder mit dem Radius \(\varrho \) um \(M_0\) nicht größer als das Maximum von \(|f|\) in \(\mathfrak {B}_0^{(\varrho )}\), wo \(\mathfrak {B}_0^{(\varrho )}\) aus \(\mathfrak {B}_0\) durch Hinzunahme aller Punkte aud \(\mathfrak B\) entsteht, die von wenigstens einem Punkt aus \(\mathfrak {B}_0\) einen Abstand kleiner als \(\varrho \) haben. - Dieser Satz führt auf einen wichtigeb Konvexitätsbegriff: \(\mathfrak B\) heißt \(\mathfrak K\)-konvex in bezug auf die in \(\mathfrak B\) reguläre Klasse \(\mathfrak K\), wen \(\mathfrak B\) Teilbereich des Durchschnitts der Regularitätsbereiche aller Funktionen aud \(\mathfrak K\) ist und es zu kleinem ganz im innern liegenden Bereich \(\mathfrak {B}_0\) einen Punkt \(M_0\) gibt, der die Voraussetzung des Fundamentalsatzes erfüllt, und dessen Randdistanz von \(\mathfrak B\) kliener ist als die Miniladistanz von \(\mathfrak {B}_0\) in bezug auf \(\mathfrak B\). Es gilt nun: Ein Bereich \(\mathfrak B\) ist dann und nur dann Regularitätsbereich, wenn er \(\mathfrak K\)-konvex ist in bezug auf die Klasse aller in \(\mathfrak B\) regulären Funktion. Weiter ergibt sich, daß der Durchschnitt endlich oder unendlich vieler Regularitätsbereiche selbst ein Regularitätsbereich ist, womit insbesondere bewiesen ist, daß die Regularitätshülle \(\mathfrak H (\mathfrak B)\) eines Bereiches \(\mathfrak B\) (definiert als Durchschnitt der Regularitätsbereiche aller in \(\mathfrak B\) regulären Funktionene) selbst ein Regularitätsbereich ist. - Es werden die bemerkenswertesten Eigenschaften der Regularitätshüllen angegeben. Für die meromorphen Funktionen und Meromorphiebereiche gelten ganz analoge Überlegungen. Zu beachten ist aber, daß wohl jeder Regularitätsbereich auch ein Meromorphieberech ist, während das Umgekehrte bis heute noch nicht bewiesen ist. - Sodann gelingt es den Verf., das \textit{Julia}-Problem zu lössen: Der größte Bereich des normalen Verhaltens einer Familie ragulärer Funktionen ist ein Regularitätsbereich oder ein Meromorphiebereich, und zwar tritt der erste Fall immer dann ein, wenn die Familie keine gegen die Konstante \(\infty \) konvergierende Teilfolge enthält. Ferner werden noch gebracht: Anwendungen auf Kreiskörper und \textit{Hartogs}sche Körper; eine Bemerkung zum \textit{Runge}schen Satz für Funktionen mehrerer komplexer Veränderlichen; eine notwendige Bedingung für ``echte'' Regularitätshüllen und eine Erweiterung der Theorie der \(\mathfrak K\)-konvexen Bereiche durch Eniführung anderer Distanzbegriffe.
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