Die Riemannschen Periodenrelationen für die elliptischen Modulfunktionen. (Q566042)
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scientific article; zbMATH DE number 2550188
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Die Riemannschen Periodenrelationen für die elliptischen Modulfunktionen. |
scientific article; zbMATH DE number 2550188 |
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Die Riemannschen Periodenrelationen für die elliptischen Modulfunktionen. (English)
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1932
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Das eine Grundproblem der elliptischen Modulfunktionen, die Bestimmung der Integralperioden des der Hauptkongruenzuntergruppe \(n\)-ter Stufe \(\varGamma (N)\) zugeordneten algebraischen Gebildes, ist bisher nur für ganz spezielle niedere Werte der Stufe \(N\) mit einigem Erfolg diskutiert worden. Für allgemeines \(N\) weiß man sehr wenig über die Beschaffenheit der Integralperioden. In einer früheren Arbeit (vgl. 1928; F. d. M. 54, 405 (JFM 54.0405.*)) hat Verf. untersucht, wie sich ein volles System linear unabhängiger Integrale erster Gattung der Primzahlstufe \(q>3\) bei Ausübung der Gruppe der Automorphismen verhält, welche das Gebilde der \(\varGamma (q)\) in sich transformieren. Die vorliegende Arbeit verfolgt den Zweck, die für das genannte Problem wichtigen \textit{Riemann}schen Bilinearrelationen, welche mit Hilfe eines kanonischen Schnittsystems definiert sind, in die Terminologie der Modulfunktionen zu übersetzen, wobei an die Stelle eines Querschnittsystems auf der \textit{Riemann}schen Fläche ein System arithmetisch übersichtlicher Erzeugender der \(\varGamma (q)\) tritt. Der Gang der Überlegungen ist ungefähr folgender: Es bezeichne \(j(\tau )\) ein Integral erster oder zweiter Gattung, \(\varphi (\tau )\) ein Integral erster oder zweiter oder dritter Gattung. Bei \textit{Riemann} wird \(\int jd\varphi \) über den Rand desjenigen Polygons erstreckt, welches aus der \textit{Riemann}schen Fläche durch Aufschneiden längs eines kanonischen Schnittsystems entsteht. Verf. betrachtet statt dessen den Ausdruck \[ B(j, \varphi )=\sum _{h=1}^{\mu } \int _{\gamma } j(M_h \tau ) d\varphi (M_h \tau ), \] wo \(M_h\), \(h=1,2,\dots,\mu \), ein Repräsentantensystem der Nebengruppen von \(\varGamma (q)\) innerhalb \(\varGamma (1)\) durchläuft, und \(\gamma \) das im endlichen gelegene Stück des Randes des Ausgangselementardreiecks der Modulfigur zwischen zwei Punkten \(\tau _0\) und \(\tau _0 +1\) bedeutet. Dieser Ausdruck \(B(j,\varphi )\) läßt sich auf zweierlei Weise darstellen, nämlich erstens durch endlich viele der Entwicklungskoeffizienten der Integrale \(j, \varphi \) in den rationalen Spitzen \(M_h \infty \), und zweitens durch die Perioden von \(j, \varphi \) selber. Die damit gefundenen Beziehungen ergeben die gesuchten Gestalten der \textit{Riemann}schen Bilinearrelationen. Eine über diese Tatsache wesentlich hinausgehende Erkenntnis wird nun gewonnen, wenn man das Verhalten der Integrale \(j, \varphi \) bei beliebigen Modulsubstitutionen heranzieht. Man ermittle nämlich eine Basis der aus den Differentialen \(dj(M_h \tau ) \; (h=1,2,\dots,\mu )\) erzeugten linearen Schar; diese Basis wird bei Ausübung beliebiger Modulsubstitutionen linear homogen in sich transformiert, und so entsteht aus \(j\) eine Darstellung \(\mathfrak {G} (j)\) der Faktorgruppe \(\varGamma (1)/\varGamma (q)\). Hier gilt der Satz, daß \(B(j, \varphi )\) \textit{für Integrale} erster oder zweiter Gattung \(j, \varphi \) verschwindet, wenn die Darstellungen \(\mathfrak {G} (j)\) und \(\mathfrak {G}(\bar {\varphi })\), wo \(\bar {\varphi }\) konjugiert imaginär zu \(\varphi \), einzeln irreduzibel und voneinander verschieden sind. Mit Hilfe dieses Satzes lassen sich, wie der Verf. zu zeigen in Aussicht stellt, neuartige Erkenntnisse über die Werte der Integralperioden der Konguenzgruppen gewinnen.
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