Die Berechnung des Einflusses einer festen Wand auf den Aggregatzustand einer Flüssigkeit aus Viskositätsmessungen. (Q570002)

From MaRDI portal





scientific article; zbMATH DE number 2554180
Language Label Description Also known as
default for all languages
No label defined
    English
    Die Berechnung des Einflusses einer festen Wand auf den Aggregatzustand einer Flüssigkeit aus Viskositätsmessungen.
    scientific article; zbMATH DE number 2554180

      Statements

      Die Berechnung des Einflusses einer festen Wand auf den Aggregatzustand einer Flüssigkeit aus Viskositätsmessungen. (English)
      0 references
      0 references
      0 references
      1932
      0 references
      Verf. schlägt zur Bestimmung der Dicke Grenzschicht einer Flüssigkeit gegen eine feste Wand die Messung der Viskositätsänderung der Grenzschicht vor. Eine Schwierigkeit besteht zunächst darin, daß\ das \textit{Newton}sche Gesetz \(\tau =\eta \dot {\gamma }\) oder \(\dot {\gamma }=\varphi \tau \) und das \textit{Poiseuille}sche Kapillargesetz \(\frac {Q}{t}=\varphi \frac {\pi R^4}{8l}p\) für viskose Flüssigkeiten nicht allgemein gelten (\(\tau \) = Tangentialspannung, \(\dot {\gamma }\) = tangentiale Komponente der Deformationsgeschwindigkeit, \(\eta \) = Viskositätskoeffizient, \(\varphi \) = Fluiditätskoeffizient, \(Q\) = Menge der zur Zeit \(t\) durchfließenden Flüssigkeit, \(p\) = treibender Druck, \(R\) = Kapillarradius, \(l\) = Kapillarlänge). Für solche ``nicht-\textit{Newton}schen'' Flüssigkeiten wird verallgemeinert \(\dot {\gamma }=f(\tau )\) angesetzt, ohne daß\ jedoch die genaue Form von \(f\) bestimmt zu werden braucht. Entwickelt man nämlich \[ \dot \gamma = f(\tau ) = f(0) + f'(0) \cdot \tau + \sum ^{\infty }_{n=2} \frac {f^{(n)}(0)}{n!} \tau ^n; \;f(0) = 0, \;f'(0) = \varphi _0 \] und setzt \(\dot {\gamma }=-\frac {dv}{dr}\), \(\tau = \frac {pr}{2l}\) (\(v\) = Parallelgeschwindigkeit zur Rohrachse, \(r\) = Abstand von dieser), so ergibt sich unter Beachtung von \(v_R=0\) (Haftung an der Wand): \[ v=\varphi _0 \frac {R^2-r^2}{4l} + \sum ^{\infty }_{n=2} \frac {f^{(n)}(0)}{n!} \Big (\frac {p}{2l}\Big )^n \cdot \frac {R^{n+1}-r^{n+1}}{n+1}, \] und man hat einen ``fiktiven'' Fluiditätskoeffizienten \[ \varphi ' = \varphi _0 + \sum ^{\infty }_{n=2} \frac {f^{(n)}(0)}{n!} \cdot \tau ^{n-1}_{\omega } \cdot \frac {4}{n+3} \;\text{mit} \;\tau _w = \frac {pR}{2l}, \] der Schubspannung an der Kapillarwandung (in der Arbeit steht im Nenner versehentlich überall \((n-1)!\)), d. h. bei Auftragung des Fluiditätskoeffizienten gegen die Wandspannung ergibt sich eine von den Dimensionen der Kapillare unabhängige Darstellung. Falls diese aber doch von der Kapillare abhängt, kann man auf das Vorhandensein einer Grenzschicht abweichender Fluidität und, wie weiter gezeigt wird, auch auf deren Dicke schließen.
      0 references

      Identifiers