Über die Verwendung des Darwinschen Schemas in der Periodogrammanalyse. (Q573987)
From MaRDI portal
| This is the item page for this Wikibase entity, intended for internal use and editing purposes. Please use this page instead for the normal view: Über die Verwendung des Darwinschen Schemas in der Periodogrammanalyse. |
scientific article; zbMATH DE number 2557463
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| default for all languages | No label defined |
||
| English | Über die Verwendung des Darwinschen Schemas in der Periodogrammanalyse. |
scientific article; zbMATH DE number 2557463 |
Statements
Über die Verwendung des Darwinschen Schemas in der Periodogrammanalyse. (English)
0 references
1929
0 references
Bei der \textit{Darwin-Börgen}schen. Methode zur Tidenberechnung wählt man ein Schema mit \(m\) Spalten, wobei \(m\) praktisch in der Nähe der Versuchsperiode \(p\) liegt, und trägt die Beobachtungen zeilenweise in das Schema ein. Ist \(p < m\), so ist es nötig, von Zeit zu Zeit eine Spalte zu überspringen; im umgekehrten Fall \(p>m\) tritt die Notwendigkeit ein, ab und zu eine Spalte mit zwei aufeinander folgenden Beobachtungswerten zu besetzen. Verf. leitet zunächst eine einfache Formel für die Stellen ab, an denen das zu geschehen hat. Die Ordinate \(\sqrt{ a^2_p + b_p^2}\) des \textit{Schuster}schen Periodogramms erhält man durch Berechnung der \textit{Fourier}koeffizienten erster Ordnung \(a_p\) und \(b_p\) der aus den \(m\) Spalten hervorgehenden Summenreihe. Zu Unzuträglichkeiten führt, wie \textit{Pollak} gezeigt hat, diese Methode, wenn bei bestimmter Kommensurabilität zwischen Lückenabstand und Spaltenzahl die Lücken bzw. Doppelbesetzungen sich auf eine oder wenige Spalten zusammendrängen. In diesem Fall empfiehlt Verf., wie es \textit{Darwin} tut, die Lücke mit dem vorhergehenden Wert auszufüllen bzw. bei Doppelbesetzung einen Wert fortzulassen. Die \textit{Börgen}sche Methode, die Lücken und Doppelbesetzungen beibehält, ist, wie Verf. zeigt, bei gleichmäßiger Lückenverteilung strenger als die \textit{Darwin}sche. Diese gleichmäßige Verteilung erreicht man dadurch, daß man für \(m\) eine Primzahl, am besten zwischen 10 und 20 wählt, und daß man die Anzahl der Beobachtungen \(N = mb\) setzt, wo \(b\) ebenfalls eine Primzahl ist. In diesem Fall läßt sich durch Verwendung des \textit{Darwin}schen Schemas die Periodogrammanalyse insbesondere bei Benutzung des Lochkartenverfahrens weitgehend schematisieren. Die Methode wird zunächst für den Fall der Berechnung der \textit{Fourier}koeffizienten aus dem gegebenen Beobachtungsmaterial abgeleitet; dann aber wird gezeigt, daß sie sich auch zur Berechnung der zwischen den so bestimmten Ordinaten des Periodogramms liegenden Ordinaten anwenden läßt. Dazu bezieht man die gegebenen Ordinaten auf ihren Mittelwert und erweitert die Anzahl \(N\) der Beobachtungen durch Hinzufügen von Nullen auf \(N^\prime\), so daß die Beobachtungen über eine Zeit \(T^\prime\) statt wie ursprünglich über die Zeit \(T\) erstreckt erscheinen. Als neue, nach dem \textit{Darwin}schen Schema zu berechnende Koeffizienten erhält man dann: \[ a_n^\prime = \frac 2{T^\prime} \int\limits_0^T f(t) \cos \frac n{T^\prime} t\, dt = \frac 2{kT} \int\limits_0^T f(t) \cos \frac n{kT} t\, dt = \frac 1k a_{n/k}, \] wo \(f (t)\) die auf den Mittelwert bezogenen Beobachtungen sind. Damit ist die Berechnung beliebig dicht liegender Ordinaten des Periodogramms ohne Opferung von Beobachtungen möglich. Es läßt sich sogar eine ein- für allemal brauchbare Normaltabelle mit unveränderlicher Spaltenzahl \(m\) herstellen, die für jede beliebige Periodogrammanalyse brauchbar ist. Schließlich erörtert Verf. die Möglichkeit der Vermeidung jeder Multiplikation durch Benutzung eines Schemas von zwei Spalten. Das dadurch erzeugte Periodogramm liefert ähnlich, wie das optische Verfahren des Verf. (1927; F. d. M. 53, 275 (JFM 53.0275.*)), anstatt einfacher ``Spektrallinien'' Serienspektren, was die Brauchbarkeit nicht beeinträchtigt, die Rechenarbeit aber insbesondere bei Verwendung des Lochkartenverfahrens ganz wesentlich herabsetzt.
0 references