Über einige neue Forschungen in den Grundlagen der Geometrie. (Q574208)
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scientific article; zbMATH DE number 2557630
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Über einige neue Forschungen in den Grundlagen der Geometrie. |
scientific article; zbMATH DE number 2557630 |
Statements
Über einige neue Forschungen in den Grundlagen der Geometrie. (English)
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1931
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Erweiterte Wiedergabe eines Vortrags, den Verf. am 18. 5.1931 vor dem Mathematischen Verein zu Kopenhagen gehalten hat. Verf. geht aus von einer schematischen Übersicht über die wichtigsten Forschungen in den Grundlagen der Geometrie und berichtet zunächst eingehend über die Arbeiten von \textit{R. Moufang} (Math. Ann. 105 (1931); 536-601, 759-778; 106 (1932), 775-795; F. d. M. \(57_{\text{I}}\), 703-704; 58). Sodann gibt er einen axiomatisch-gruppentheoretischen Aufbau der hyperbolischen Geometrie; er geht dazu von folgenden Axiomen für die hyperbolischen Bewegungen aus: (1) Die Bewegungen bilden eine Gruppe \(\mathfrak G\). (2) Es gibt zwei Bewegungen \(S\) und \(T\), für die die Relationen \[ S^2 = T^2 = (ST)^3 = E \] gelten. (3) Es gibt eine endliche oder unendliche Untergruppe \(\mathfrak H\) von \(\mathfrak G\), deren Elemente \(A\), \(B\), \(C\), \dots mit den Bewegungen \(S\) und \(T\) in folgenden Beziehungen stehen: \(AS = SA^{-1}\) für jedes \(A \subset \mathfrak H\); zu jedem \(A \neq E\) aus \(\mathfrak H\) können in \(\mathfrak H\) zwei Bewegungen \(B\) und \(C\) so angegeben werden, daß die Bewegung \(TAT\) mit der Bewegung \(BTC\) übereinstimmt. Diese ``gerichtete'' Verwandlungsregel bezeichnet Verf. durch \[ TAT \to BTC. \tag{*} \] Für die Gruppe \(\mathfrak G\) behandelt Verf. das Identitäts- und Transformationsproblem. Bei der Behandlung des zweiten muß er, nachdem er bewiesen hat, daß alle Involutionen in die Form \(SA\) transformiert werden können, eine Fallunterscheidung machen, je nachdem alle Involutionen ineinander, insbesondere also in \(S\), transformierbar sind oder nicht. Bei der weiteren Untersuchung des zweiten Falles spielt noch eine (der Transformation \(x^\prime = -x\) entsprechende) ausgezeichnete Involution \(\overline E\) eine Rolle, deren Einführung durch folgende weitere Axiome erfolgt: \(\overline{E^2}= E\); \(\overline{E} \neq A^2\) für jedes \(A \subset \mathfrak H\); zu jedem \(A \subset \mathfrak H\) gibt es \(U\) so, daß \(USAS^{-1}\) entweder \(S\) oder \(S\overline{E}\) ist. Jede in \(S\overline{E}\) transformierbare Involution bestimmt dann (im Falle der ebenen Geometrie) eindeutig einen Punkt, jede in \(S\) transformierbare eine Gerade. Im ersten Fall kann ohne weiteres jeder Involution eindeutig eine Gerade zugeordnet werden. Für die Einführung der Punkte und Geraden zieht Verf. die Automorphismen der Gruppe heran; für diese werden drei zusätzliche Axiome ausgesprochen, durch die die Untersuchung zum Abschluß gebracht werden soll. Zum Schluß deutet Verf. noch einen andern Weg zum Aufbau der Geometrie aus den genannten Axiomen an; dieser beruht auf einer näheren Betrachtung der Beziehung (*), durch die die Einführung des Zahlsystems in die Gruppe ermöglicht werden soll. Ferner macht er noch Bemerkungen über die Ausdehnung der Untersuchung einerseits auf die elliptische Geometrie, andrerseits auf mehr als drei Dimensionen. Zu dem Gegenstand vgl. auch die Note ``Ebene hyperbolische Geometrie'' von \textit{W. Specht} (Jahresbericht Schlesische Gesellschaft f. vaterländ. Cultur 108 (1936), 110-112; F. d. M. 62). \ \ (III 5.)
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