Sur les points d'égale inertie, les figures isotropes et les enveloppes d'égale inertie. (Q574485)
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scientific article; zbMATH DE number 2558861
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| default for all languages | No label defined |
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| English | Sur les points d'égale inertie, les figures isotropes et les enveloppes d'égale inertie. |
scientific article; zbMATH DE number 2558861 |
Statements
Sur les points d'égale inertie, les figures isotropes et les enveloppes d'égale inertie. (English)
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1928
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In der Ebene einer Figur gibt es Punkte, für die das Trägheitsmoment der Figur in bezug auf jede in der Ebene durch diesen Punkt gehende Linie denselben Wert besitzt. Diese Punkte, für welche die um sie konstruierten Trägheitsellipsen also Kreise sind, werden Punkte gleicher Trägheit genannt. Im allgemeinen besitzt jede ebene Figur zwei Punkte gleicher Trägheit, die symmetrisch in bezug auf den Schwerpunkt auf derjenigen durch diesen Punkt gehenden Trägheitsachse liegen, die dem größten Trägheitsmoment entspricht, d. h. auf der kleinen Achse der zentralen Trägheitsellipse. Nur \textit{einen} Punkt gleicher Trägheit haben die Figuren mit mehr als zwei Symmetrieachsen, wie die regelmäßigen Vielecke und der Kreis; aber diese Figuren besitzen noch Punkte gleicher Trägheit außerhalb ihrer Ebene. Jede Figur, deren zentrale Trägheitslinie ein Kreis ist, heißt isotrope Figur. Zu diesen gehören, wie gesagt, die Figuren mit mehr als zwei Symmetrieachsen; doch diese Bedingung ist hinreichend, aber nicht notwendig für die Isotropie. Es gibt isotrope Figuren mit nur einer Symmetrieachse: (a) Bei Kurven mit einer Symmetrieachse denke man sich z. B. den Abschnitt, der zum Scheitel den Schnittpunkt der Kurve mit jener Achse und zur Grundseite eine veränderliche, zur Achse normale Sehne hat. Wenn die Fläche des Abschnitts von Null bis Unendlich wächst, kann der Abstand der Punkte gleicher Trägheit vom Schwerpunkte für eine gewisse Lage der Sehne verschwinden. Der so bestimmte Abschnitt hat eine Symmetrieachse und ist isotrop. (b) Gewisse Figuren, die durch Kurven begrenzt werden, in deren Gleichungen veränderliche Parameter eingehen, können für bestimmte Werte dieser Parameter isotrop werden. Eine ebene Figur kann auch Punkte gleicher Trägheit außerhalb ihrer Ebene besitzen; aber dazu ist notwendig, daß die Figur isotrop sei. In diesem Falle gibt es zwei Punkte gleicher Trägheit auf der Senkrechten zur Ebene der Figur durch den Schwerpunkt und in gleicher Entfernung von diesem Punkt. Im Gegensatze zu den ebenen Figuren besitzen räumliche Figuren nicht immer Punkte gleicher Trägheit. Zwei Bedingungen sind notwendig für das Vorhandensein solcher Punkte: Das zentrale Trägheitsellipsoid muß ein Drehellipsoid sein, und seine kleine Achse muß mit der Drehachse zusammenfallen. Wenn diese beiden Bedingungen erfüllt sind, gibt es zwei Punkte gleicher Trägheit, die auf der Drehachse symmetrisch in bezug auf den Schwerpunkt liegen. Es gibt unter den räumlichen Figuren dieselben Arten von isotropen Figuren wie in der Ebene: Die Figuren mit mehr als drei Symmetrieachsen, wie die regelmäßigen Vielecke und die Kugel, die isotropen Abschnitte und die Figuren, die für gewisse Werte von Parametern isotrop werden, die in der Gleichung der sie begrenzenden Oberfläche enthalten sind. Weiter werden die Einhüllenden gleicher Trägheit untersucht, das sind die Einhüllenden der Geraden, in bezug auf welche eine ebene Figur ein gleiches Trägheitsmoment besitzt. Diese Einhüllenden bilden ein Netz von konfokalen Ellipsen und Hyperbeln, deren gemeinsame Brennpunkte die Punkte gleicher Trägheit sind. Im Raume entsprechen diesen einhüllenden Kurven Flächen gleicher Trägheit, die ein Netz konfokaler Ellipsoide und Hyperboloide bilden. (V 5 B, D.)
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