Überfallversuche in verschiedener Modellgröße. (Q575085)
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scientific article; zbMATH DE number 2559327
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Überfallversuche in verschiedener Modellgröße. |
scientific article; zbMATH DE number 2559327 |
Statements
Überfallversuche in verschiedener Modellgröße. (English)
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1931
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Die Arbeit stellt eine vorläufige Mitteilung über eine umfangreiche Untersuchung des Verf. dar, die als ``Mitteilung der Preußischen Versuchsanstalt für Wasserbau und Schiffbau'' erscheinen soll. Ausgehend von einer Anschauung, die sich an die \textit{Mises}sche Theorie des scharfkantigen Überfalls anschließt, nimmt Verf. in völlig neuer Weise den formalen Anschluß an die \textit{Torricelli}sche Ausflußformel vor, sucht aber den neu definierten Überfallbeiwert nicht theoretisch zu ermitteln, sondern gibt ein neues allgemeines Verfahren zur systematischen Auswertung von in verschiedenen Maßstäben vorgenommenen Versuchen zwecks Ermittlung seines Überfallbeiwertes für jede gegebene Wehrform an. Der dimensionsfreie neue Überfallbeiwert \(\mu '\) wird durch folgende Gleichung definiert: \[ \frac{Q}{bh'}=\mu '\sqrt{2gh'}, \] wo \(b\) die Breite, \(h'\) die Energielinienhöhe, von der Wehroberkante aus gemessen, bedeutet. Die Größe \(\mu '\) kann ganz allgemein als Funktion einer Anzahl dimensionsloser Kenngrößen des Überfalls ermittelt werden. Verf. setzt \[ \mu '=\mu '\biggl(\frac{h'}{h'+w},\; \mathfrak F,\;\mathfrak W,\;\mathfrak R,\,\frac{\varepsilon }{h'}, \,\frac{h'}{\varDelta h'},\dots \biggr). \] \(\mathfrak F\), \(\mathfrak W\), \(\mathfrak R\) sind die \textit{Froude}sche, \textit{Weber}sche und \textit{Reynolds}sche Kennzahl; in erster Linie kommt es auf \(\mathfrak F\) an. \(w\) ist die Höhe der Überfallkante von der Oberwassersohle gemessen. Außer \(\mathfrak F\) ist in erster Linie \(\dfrac{h'}{h'+w}\) (bezogene Energiefallhöhe) sowie, falls das Unterwasser auf das Oberwasser zurückwirkt, auch \(\dfrac{h'}{\varDelta h'}\) auf \(\mu '\) von erheblichem Einfluß; diese letzte Größe nennt Verf. den Unvollkommenheitsgrad. Als Grenze zwischen vollkommenem und unvollkommenem Überfall soll nach Vorschlag des Verf., abweichend von der bisher üblichen Definition, jener Wert \(\dfrac{h'}{\varDelta h'}\) gelten, bei welchem diese Größe aufhört, einen merklichen Einfluß auf \(\mu '\) auszuüben. Im allgemeinsten Falle muß auch noch \(\dfrac{b}{h'}\) als Veränderliche einbezogen werden. Die unter Umständen beträchtliche Rolle der bezogenen Rauhigkeit \(\dfrac{\varepsilon }{h'}\), die bisher unbeachtet blieb, wird besonders erörtert. Das hierauf gegründete graphische Auswertungsverfahren des Verf. gestaltet sich bei dem scharfkantigen Plattenwehr besonders einfach; die nachgewiesene Übereinstimmung mit der \textit{Kirchhoff-Mises}schen Theorie ist außerordentlich gut. Auch der verwickeltere Fall eines mundförmigen Überfalls (Beispiel Wehr von Hanekenfehr) wird eingehend erörtert und durchgeführt. Durch die Arbeit wird die weitere Erforschung des Überfallproblems auf eine völlig einheitliche und zugleich genügend breite Basis gestellt.
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