Zur Theorie der atmosphärischen Turbulenz. (Q575148)
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scientific article; zbMATH DE number 2559375
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Zur Theorie der atmosphärischen Turbulenz. |
scientific article; zbMATH DE number 2559375 |
Statements
Zur Theorie der atmosphärischen Turbulenz. (English)
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1931
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``Aus neuerer Zeit liegen verschiedene Versuche vor, das Problem der atmosphärischen Turbulenz mit den Methoden der statistischen Mechanik zu behandeln, wobei im Mittelpunkt des Interesses die Frage nach dem Verteilungsgesetz der Geschwindigkeiten in der Turbulenzströmung steht.'' Verf. knüpft an eine eigene frühere Arbeit an, in der er gezeigt hat, daß der von \textit{Hesselberg} und \textit{Björkdal} unternommene Versuch, das Vorliegen der \textit{Maxwell}schen Geschwindigkeitsverteilung nachzuweisen, anfechtbar ist, da er a priori die Unabhängigkeit der Geschwindigkeitskomponenten voneinander voraussetzt. In der vorliegenden Arbeit geht Verf. daher von viel allgemeineren Voraussetzungen aus: Er nimmt das \textit{Markoff-Laue}sche allgemeine Verteilungsgesetz für die Horizontalkomponenten, das die Möglichkeit einer Korrelation zwischen den Geschwindigkeitskomponenten nicht ausschließt, an und zeigt, daß sich -- unter Hinzuziehung gewisser plausibler einschränkender Annahmen -- hieraus für die waagerechte Komponente tatsächlich die \textit{Maxwell}sche Verteilung ergibt. Der gesamte Geschwindigkeitsvektor ist dagegen, wie Verf. zeigt, nicht nach dem \textit{Maxwell}schen Gesetze verteilt, da dies den hydrodynamischen Bewegungsgleichungen widersprechen würde. Im ersten, vorbereitenden Teil befaßt sich Verf. mit der Grundströmung und findet schon da einige neue Ergebnisse. Methodisch lehnt er sich dabei an die von \textit{Wilhelm Schmidt} und \textit{L. Prandtl} eingeschlagene Arbeitsweise an, die bekanntlich die unmittelbare molekulare Reibung gegenüber der durch Impulsaustausch bewirkten scheinbaren Reibung vernachlässigt; er leitet die Bewegungsgleichungen der Grundströmung aus den Bewegungsgleichungen \textit{idealer} Flüssigkeiten durch zeitliche Mittelwertbildung ab. Der eigentliche Gegenstand der Arbeit, die Frage des Verteilungsgesetzes der Schwankungsgeschwindigkeiten, wird im zweiten Teil behandelt. (VIII 1.)
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