1: Das Zyklonenproblem. 2: Diskussion. (Q575149)
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scientific article; zbMATH DE number 2559376
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | 1: Das Zyklonenproblem. 2: Diskussion. |
scientific article; zbMATH DE number 2559376 |
Statements
1: Das Zyklonenproblem. 2: Diskussion. (English)
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1931
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Zur Untersuchung der Frage, ob die Zyklonen Trägheitswellen an der Polarfrontfläche sind -- wobei es sich um Wellenlängen der Größenordnung 2000 km und Schwingungszeiten von über 24 Stunden handelt --, hat Verf. schon in früheren Arbeiten die Wellenbildung an der Grenze zweier inkompressibler Schichten behandelt, indem er die Störungen eines stationären Bewegungszustandes nach der Methode der kleinen Schwingungen untersuchte. In der vorliegenden Abhandlung werden die entsprechenden Gleichungen für ein beliebiges inneres Gleichgewicht aufgestellt; die endgültige Integration wird allerdings nur für zwei isotherme Schichten mit adiabatischen Zustandsänderungen durchgeführt. Ausgehend von den hydrodynamischen Bewegungsgleichungen (in der \textit{Lagrange}scher Form), der Kontinuitätsgleichung, der Zustandsgleichung und dem ersten Hauptsatz, geht Verf. zu den entsprechenden Strömungsgleichungen über. Als Grundzustand wird eine horizontale geradlinige Strömung mit horizontalen Niveauflächen vorausgesetzt. Nach etlichen Umformungen reduziert sich das System auf die beiden Gleichungen \[ \begin{gathered} \frac{\partial ^2r}{\partial t^2}+2\varOmega \;\times\; \frac{\partial r}{\partial t}+\nabla(Sp) \biggl(\frac{\varkappa -1}{\varkappa }\frac{p}{P}-\nabla r\biggr)\, (g+2\varOmega \;\times\; V)=0,\\ \varkappa \frac{p}{P}+\;\text{div}\,r=0\end{gathered} \] (\(S\), \(P\), \(V=\) spezifisches Volumen, Druck, Geschwindigkeit im Grundzustand), die konstante Koeffizienten haben und sich folglich durch Exponentialfunktionen integrieren lassen. Die Lösungen gelten sowohl für die obere wie für die untere Schicht. Die Einführung der Grenzbedingung, daß an der Grenzfläche kein Dichtesprung erfolgen darf, führt zu einer Gleichung zwischen den Amplitudenfaktoren der Lösungen, aus der sich durch Umformung die ``Frequenzengleichung'' ergibt, deren Diskussion den eigentlichen Inhalt der Arbeit bildet. Die resultierende Beziehung zwischen der Wellenlänge und der Fortpflanzungsgeschwindigkeit \(v\) der Wellen ist im allgemeinen transzendent. Verf. diskutiert insbesondere den Fall zweier unendlich mächtiger Schichten, in dem die Frequenzengleichung in eine nichttranszendente Gleichung übergeht. Es zeigt sich, daß unter ihren Lösungen außer bereits bekannten Wellentypen in der Tat eine Lösung auftritt, die in bezug auf Fortpflanzungsgeschwindigkeit, Fortpflanzungsrichtung und Wellenlänge die Eigenschaften der Zyklonenwellen aufweist. Der Fall endlich mächtiger Schichten läßt sich auf den vorhergehenden reduzieren und zeigt nichts prinzipiell Neues. (VIII 1.)
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