On the air resistance of projectiles. (Q575260)

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scientific article; zbMATH DE number 2559467
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    English
    On the air resistance of projectiles.
    scientific article; zbMATH DE number 2559467

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      On the air resistance of projectiles. (English)
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      1931
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      Bei Vernachlässigung der Luftelastizität läuft das Problem auf Lösung der \textit{Euler}schen Gleichungen für Geschwindigkeiten oberhalb Schallgeschwindigkeit hinaus. Verf. geht von dem zweidimensionalen Fall der Luftströmung um ein Viereck aus, das zu einer Diagonale symmetrisch ist und sich in Richtung dieser Diagonale bewegt. Auf die Enden, an denen die Seiten mit der Strömungsrichtung konkave Winkel bilden, wird die Theorie der \textit{Riemann}schen Stoßwellen (\textit{Riemann-Weber}, Partielle Differentialgleichungen II (8. Aufl. 1935; F. d. M. \(61_{\text{I}}\), 849-851), S. 469), auf die konvexen Ecken die \textit{Prandtl-Meyer}sche Lösung (\textit{L. Prandtl}, Physikal. Z. 5 (1904), 599-601; F. d. M. 35, 770 (JFM 35.0770.*)-771; \textit{T. Meyer}, Über zweidimensionale Bewegungsvorgänge in einem Gas, das mit Überschallgeschwindigkeit strömt; Mitteilungen über Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Ingenieurwissenschaften 62 (1908), 31-67) der \textit{Euler}schen Gleichungen angewendet. Für die \textit{Riemann}schen Stoßwellen wird für die Abhängigkeit des Drucks von der Dichte die Beziehung \[ p_2=p_1\frac{(\gamma +1)\,x-(\gamma -1)}{(\gamma +1)-(\gamma -1)\,x} \] abgeleitet, mit \(x=\dfrac{\varrho _2}{\varrho _1}\) (\(\varrho =\) Dichte) und \(\gamma =\dfrac{c_p}{c_v}\); an den konvexen Ecken wird das adiabatische Gesetz \(p=k\varrho ^\gamma \), also \(p_2=p_1x^\gamma \), zugrundegelegt. Der Widerstand pro Längeneinheit ist \(F=(p_2-p_1)S\), wenn \(S\) die Länge der zur Bewegungsrichtung senkrechten Diagonale (im dreidimensionalen Fall den Querschnitt) vorstellt. Es folgt, daß der Widerstand am größten ist für beiderseits stumpfes, am kleinsten für beiderseits spitzes Geschoß. Die abgeleiteten Gleichungen gelten nur für eine Anfangsgeschwindigkeit \(w_1\) oberhalb einer Geschwindigkeit \(w_{\text{min}}\), die einem \(x_{\text{min}}=\dfrac{(1+\sin\,\omega )^2}{\cos^2\omega }\) und einem Nachsehen Winkel \(\alpha _{\text{max}}=\dfrac{\pi }{4}+\dfrac{\omega }{2}\) entspricht, wenn \(\omega \) der Stirnwinkel ist. Mit wachsendem \(\omega \) steigt \(w_{\text{min}}\) rasch an (für \(\omega =\dfrac{\pi }{4}\) ist \(w_{\text{min}}=1090\,\text{msec}^{-1}\)). Die für \(w_1>w_{\text{min}}\) für den zweidimensionalen Fall aufgestellte Theorie paßt gut zu den experimentellen Ergebnissen im dreidimensionalen Raum. Verf. weist auf die im ``Lehrbuch der Ballistik'' von \textit{C. Cranz}, Bd. I (5. Aufl. 1925; F. d. M. 51, 623 (JFM 51.0623.*)-624), S. 64-65 gezeigten Kurven hin, die \(\dfrac{F}{Sw_1^2}\) als Funktion von \(w_1\) für Spitzgeschosse darstellen und die drei Geschwindigkeitsbereiche klar erkennen lassen: Fast horizontaler Verlauf für \(w_1<\alpha _1\) (\(\alpha _1=\) Schallgeschwindigkeit), steiler Anstieg, dem \(w_{\text{min}}\) entsprechend, und langsamer monotoner Abfall in dem vom Verf. untersuchten Bereich. Verf. glaubt, daß den drei Bereichen auch drei verschiedene analytische Ausdrücke entsprechen müßten. Seine für den dritten Bereich abgeleiteten Formeln, welche keine empirischen Konstanten mehr enthalten, geben auch der Größenordnung nach Werte, die zu den bei \textit{Cranz} a. a. O. S. 63 erwähnten, experimentell ermittelten Ergebnissen passen, und lassen sich auch auf beliebige Polygone anwenden. Für sehr große Geschwindigkeiten (großes \(x\)) erhält man \[ \frac{F}{S}=\varrho _1w_1^2\overline{\sin^2\omega }, \] wobei \(\overline{\sin^2\omega }\) einen Mittelwert der zu den verschiedenen Polygonseiten gehörenden \(\sin^2\omega \) vorstellt. Diese Gleichung ist auch auf den dreidimensionalen Fall zu verallgemeinern. (VI 3.)
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