Zur Theorie der Büschel von Flächen 2. Ordnung. (Q576196)
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scientific article; zbMATH DE number 2558245
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Zur Theorie der Büschel von Flächen 2. Ordnung. |
scientific article; zbMATH DE number 2558245 |
Statements
Zur Theorie der Büschel von Flächen 2. Ordnung. (English)
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1931
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Bisher sind drei Verfahren zur projektiven Klassifikation der Büschel von Flächen zweiter Ordnung bekannt. Das Verfahren, das man \textit{v. Staudt} verdankt (Beiträge zur Geometrie der Lage III (Nürnberg 1860), S. 346-358), ist rein synthetisch; weil aber der Diskussion, die in der Hauptsache mit den entarteten Büschelflächen arbeitet, ein durchsichtiger und einheitlicher Gedanke fehlt, so hat dieses Verfahren sich nicht eingebürgert. Das die Wurzelmultiplizitäten und die zugehörigen Rangzahlen der Koeffizientendeterminante des Büschels benutzende Verfahren ist zwar grundsätzlich einfach (vgl. z. B. die Darstellung bei \textit{L. Heffter}, Lehrbuch der analytischen Geometrie II (1923; F. d. M. 49, 421-423), S. 362-390), leidet aber an dem Mangel, daß es zwei verschiedene Büscheltypen mit gleichen Wurzelmultiplizitäten und gleichen Rangzahlen gibt, so daß man ohne unmittelbar ersichtlichen methodischen Zwang einen Fall in zwei Unterfälle auflösen muß. Diesen beiden Verfahren gegenüber bietet der dritte, über die Theorie der Elementarteiler führende Weg (vgl. die Literaturangaben in dem Enzyklopädieartikel von \textit{O.Staude} (1904; F. d. M. 35, 635 (JFM 35.0635.*)-637), S. 216-217) den Vorteil des einheitlichen, durchsichtigen Gedankenganges und die Möglichkeit, die Vollständigkeit der Aufzählung unmittelbar zu erkennen. Dafür erfordert dieser dritte Weg größere algebraische Vorkenntnisse, wie sie sonst nur noch an einer einzigen andern Stelle der projektiven Geometrie der linearen und quadratischen Gebilde benötigt werden: der Klassifikation der räumlichen projektiven Abbildungen, die zum gleichen Elementarteilerproblem führt wie die Klassifikation der Büschel von Flächen zweiter Ordnung, und die daneben auch auf Wegen behandelt wird, über die die analogen Bemerkungen zu machen sind wie über die oben geschilderten Verfahren. Verf. hat nun in einer früheren Arbeit (1928 ; F. d. M. 54, 674 (JFM 54.0674.*)) eine vollständige projektive Klassifikation der ebenen und räumlichen Kollineationen gegeben, wobei er aus der Algebra nur den Fundamentalsatz und den Hauptsatz für die Auflösung eines Systems homogener linearer Gleichungen benutzt und im übrigen konsequent mit Inzidenzschlüssen arbeitet (vgl. dazu die Arbeiten von \textit{E. A. Weiss} (1930; F. d. M. \(56_{\text{I}}\), 545) und \textit{F. Seel} (1931; F. d. M. \(57_{\text{I}}\), 803). Nachdem somit an dieser Stelle die Verwendung der Elementarteilertheorie entbehrlich geworden ist, zeigt Verf. in der vorliegenden Arbeit, daß man auch die projektive Klassifikation der Büschel von Flächen zweiter Ordnung im Komplexen in geometrischer, übersichtlicher Weise, und zwar in der Hauptsache wiederum unter konsequenter Anwendung von Inzidenzschlüssen, ohne Benutzung der Elementarteilertheorie erledigen kann. Die Vollständigkeit der Klassifikation ergibt sich dabei unmittelbar aus dem Gang der Darstellung. Das Ergebnis sind die bekannten 13 Büscheltypen. Die Betrachtung läßt sich auch auf höhere Räume übertragen und führt, wie Verf. nur nebenher bemerkt, im vierdimensionalen projektiven Raum auf 26 projektiv verschiedene Typen von Büscheln dreidimensionaler Quadriken.
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