Die Frage nach der Endlichkeit des Weltraums, als astronomisches Problem behandelt. (Q576782)

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scientific article; zbMATH DE number 2559752
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    Die Frage nach der Endlichkeit des Weltraums, als astronomisches Problem behandelt.
    scientific article; zbMATH DE number 2559752

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      Die Frage nach der Endlichkeit des Weltraums, als astronomisches Problem behandelt. (English)
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      1931
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      In dem vorliegenden Aufsatz, der den Inhalt eines im Mai 1930 gehaltenen allgemeinverständlichen Vortrages wiedergibt, erläutert der Verf. einleitend die Unterscheidung zwischen unendlichen und endlichen unbegrenzten Räumen und behandelt dann die Frage nach der geometrischen Struktur des Raumes unserer physikalischen Erfahrung. Er betrachtet hierbei zunächst einige von der Relativitätsttheorie unabhängige Überlegungen, die eine empirische Entscheidung dieser Frage anzubahnen suchen, und legt dar, daß diese nicht zu einer eindeutigen Entscheidung zu führen vermögen, da sich jedesmal gewisse plausible Gegenüberlegungen anstellen lassen. Sodann bespricht der Verf. den Beitrag, den die allgemeine Kelativitätstheorie zur Klärung der Frage nach der Struktur des physikalischen Raumes liefert; er beschränkt sich dabei -- unter ausdrücklichem Hinweis auf die dieser Lösung anhaftenden Schwierigkeiten -- auf eine Erläuterung der statischen Lösung der Feldgleichungen mit kosmologis chem Glied. Das Hauptaugenmerk wird auf die einer astronomischen Nachprüfung zugänglichen Konsequenzen dieser Lösung gerichtet; insbesondere erörtert der Verf. den von der erwähnten Lösung geforderten Zusammenhang zwischen der mittleren Dichte der Materie im Weltraum und dem konstanten endlichen Krümmungsradius dieses Raumes; ferner wird ausgeführt, daß in der statischen \textit{Einstein}schen Welt die Sterne nur endliche, nicht zu große Geschwindigkeitsdifferenzen aufweisen dürfen. Bei der Konfrontierung dieser Konsequenzen mit dem bisher von der Astronomie bereitgestellten empirischen Material kommt der Verf. zu dem Ergebnis, daß eine eindeutige Entscheidung über die Frage der Endlichkeit oder Unendlichkeit der Welt zurzeit nicht möglich sei. -- In einem etwa ein Jahr nach dem erwähnten Vortrage geschriebenen Anhang ergänzt Verf. seine Darlegungen durch einen Hinweis auf die neueren Beobachtungen über die radiale Flucht der Spiralnebel; er betont, daß diese Erscheinung mit der zuvor erörterten statischen Lösung nicht verträglich sei, daß sie aber nicht die Annahme einer endlichen Welt überhaupt widerlege; er gibt in diesem Zusammenhange einen Ausblick auf die von \textit{Einstein} angegebene Lösung, die auf das willkürliche kosmologische Glied verzichtet und zu einer endlichen geschlossenen Welt mit zeitlich veränderlichem Krümmungsradius führt. Verf. betont jedoch zum Schluß, daß in quantitativer Hinsicht diese Lösung noch keineswegs befriedigend sei. (VIII 2 C.)
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