Zur Theorie des elektrischen Feldes der Erde I. (Q577192)
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scientific article; zbMATH DE number 2560095
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Zur Theorie des elektrischen Feldes der Erde I. |
scientific article; zbMATH DE number 2560095 |
Statements
Zur Theorie des elektrischen Feldes der Erde I. (English)
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1929
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Die örtlichen Verschiedenheiten des erdelektrischen Feldes, die eine deutliche Abhängigkeit von der geographischen Breite zeigen, können nicht anders als durch die Influenzwirkung von Raumladungszonen erklärt werden. Aus diesem Grunde unternimmt Verf. eine Berechnung der Influenzwirkung elektrisch geladener Kugelzonen und Kugelkappen auf eine leitende Kugel und führt die gleichen Berechnungen auch durch für den Fall, daß Kugel und influenzierende Schicht noch von einer leitenden Hülle umgeben sind, welche letztere Annahme erst die Analogie zu den atmosphärischen Verhältnissen schafft. Das einleitende Kapitel gibt eine reichhaltige Zusammenstellung älterer Arbeiten, die sich gleichfalls mit der Influenzwirkung von Raumladungen auf eine Kugel befassen. Von den älteren Arbeiten unterscheidet sich der Ansatz des Verf. durch die Annahme einer Anordnung der störenden Ladungen in Form von Kugelzonen oder -kappen. Die rechnerische Entwicklung stützt sich auf Sätze aus der Theorie der Kugelfunktionen. Für den speziellen Fall, daß man eine symmetrisch zum Äquator ausgebildete Kugelzone hat, ergibt sich die auf einer ungeladenen Kugel influenzierte Ladungsverteilung als Funktion der geographischen Breite \(\vartheta\) zu \[ k_1 = \sigma\sum\limits_{m=1}^\infty\left(\dfrac{r}{r+h}\right)^{2m+1} P_{2m}(\cos\, \vartheta)(P_{2m-1}(\cos\, \chi_1) - P_{2m+1}(\cos\, \chi_1)), \] wo \(r\) der Erdradius, \(h\) die Höhe der influenzierenden Schicht über dem Erdboden und \(\chi_1\) der Öffnungswinkel der Kugelzone ist. Die Gleichling ist vom Verf. zwecks späterer praktischer Verwendung für verschiedene Werte von \(\chi_1\) und \(h\) numerisch ausgewertet und tabellarisch und graphisch dargestellt worden. Für \(\left(\dfrac{r}{r+h}\right)\to 1\) wird die Konvergenz der Reihe sehr schlecht, so daß rechnerische Schwierigkeiten entstehen, da die Kugelfunktionen nur bis zur 20-ten Ordnung berechnet vorliegen. Für den Fall, daß Kugel und Raumladungsschicht noch von einer leitenden Hülle in der Entfernung \(H\) vom Erdboden umgeben sind, ergibt sich nur insofern eine Abänderung gegen die vorherigen Resultate, als die einzelnen Glieder der obigen Reihe mit für die Konvergenz unmaßgeblichen Faktoren multipliziert erscheinen, die praktisch konstant \( = \dfrac{H-h}{H}\) gesetzt werden können. Ein Vergleich der berechneten Wirkungen mit dem tatsächlich beobachteten Feld an der Erdoberfläche kann wegen des unzureichenden empirischen Materials leider nicht durchgeführt, die Richtigkeit der Vorstellungen des Verf. also nicht bewiesen werden. In ihrem physikalischen Teil enthält die Arbeit außerdem eine eingehende Diskussion der \textit{Angenheister}schen Erklärung der täglichen Variation des erdelektrischen Feldes und Erörterungen über den Einfluß des Sonnenmagnetfeldes auf den Ablauf der geophysikalischen Erscheinungen, die mit den Erscheinungen im erdelektrischen Feld gekoppelt sind.
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