On a criterion for the prediction of an unknown planet. (Q577386)
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scientific article; zbMATH DE number 2560236
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| default for all languages | No label defined |
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| English | On a criterion for the prediction of an unknown planet. |
scientific article; zbMATH DE number 2560236 |
Statements
On a criterion for the prediction of an unknown planet. (English)
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1931
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Ausgangspunkt der Arbeit bildet die Identität: \[ \sin (x + \varDelta x) + \sin (x - \varDelta x) - \sin x = \sin x\,(1 - 4\sin^2 \,\frac {1}{2}\,\varDelta x). \] Dieselbe wird dazu benutzt, um eine Reihe von der Form \[ f(t)= p+ qt + \varSigma c\,\sin (at+b) \] in \[ \varphi (t) = f (t + n) + f (t - n) - f (t) = p + qt + \varSigma (1-4\sin^2 \,\frac {1}{2} an)\,c'\,\sin (at+b) \] zu transformieren. \(n\) kann so gewählt werden, daß das größte periodische Glied der Reihe -- es sei das erste -- verschwindet; man braucht nur \(an = 60^{\circ }\) zu setzen. Die Störung der wahren Anomalie eines Planeten durch einen zweiten wird dargestellt durch \[ \delta v = m\,(-A_1\,\sin D +A_2\,\sin 2D +A_3\,\sin 3D+\cdots ), \] worin \(D\) den Winkel zwischen den Radien der beiden Planeten bedeutet. Die Koeffizienten hängen von dem Verhältnis \(\alpha \) der mittleren Entfernungen der beiden Planeten ab. Es zeigt sich, daß die Gestalt der Kurven \(\delta v\) durch den Wert von \(\alpha \) erheblich beeinflußt wird. Die Transformierte \(\varphi (v)\) dagegen zeigt für den ganzen praktisch in Frage kommenden Wertevorrat \(\alpha \) das gleiche typische Kurvenbild. Sehr ausgeprägt ist das absolute Maximum, und aus seiner Lage kann man entnehmen, wann der gestörte und der störende Planet in Konjunktion treten. Zeigt die Transformierte der Restfehler in der Länge eines bekannten Planeten die fragliche Form, so kann man eventuell auf das Vorhandensein eines unbekannten störenden Planeten schließen, dessen Ort zur Zeit der Konjunktion mit dem gestörten Planeten annähernd vorauszusagen ist. Diese Methode wird auf das \textit{Adams} und \textit{Leverrier} zugängliche Material, das sie zur Voraussage des Neptun benutzt haben, mit Erfolg angewendet. Es wird gezeigt, daß die nach der Entdeckung des Neptun verbleibenden Restfehler in der Uranus-Länge zur Voraussage eines weiteren Planeten nicht geeignet sind. \textit{Lowell}s Ankündigung des Pluto müsse als Zufallserfolg betrachtet werden. Die Masse des Pluto kann höchstens gleich der halben Erdmasse sein, da sich sonst systematische Störungen der Uranus-Länge zeigen müßten.
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