La dérivée aréolaire et ses applications à la physique mathématique. (Q578367)

From MaRDI portal





scientific article; zbMATH DE number 2561028
Language Label Description Also known as
default for all languages
No label defined
    English
    La dérivée aréolaire et ses applications à la physique mathématique.
    scientific article; zbMATH DE number 2561028

      Statements

      La dérivée aréolaire et ses applications à la physique mathématique. (English)
      0 references
      0 references
      1931
      0 references
      Verf. entwickelt in systematischem Aufbau die von \textit{D. Pompeiu} (1912; F. d. M. 43, 481 (JFM 43.0481.*)) begründete Theorie der ``dérivée aréolaire'' (kurz d. a.), die durch den Grenzwert \[ \frac{Df}{D\omega}=\lim \frac 1{2\pi i}\frac{ \int\limits_\gamma f(z)\,dz}{\dfrac 1\pi \iint\limits_\delta d\omega} \] definiert ist. \(f(z)=P(x,y)+i(Q(x,y)\) ist eine komplexe Funktion, \(\delta\) ein Gebiet mit dem Rande \(\gamma\), das sich auf einen Punkt zusammenzieht. Falls \(P\) und \(Q\) partielle Ableitungen besitzen, so ist \[ \frac{Df}{D\omega}=\frac{\partial f}{\partial \bar z}=\frac 12 (P_x -Q_y+i(Q_x+P_y)), \] also gleich Null, wenn \(f\) analytisch ist. Es gilt die Verallgemeinerung der \textit{Riemann}schen Formel \[ \frac 1{2\pi i}\int\limits_\gamma f(z)\,dz-\frac 1\pi \iint\limits_\delta \frac{Df(v)}{D\omega}\,d\omega=0 \] und die Verallgemeinerung der \textit{Cauchy}schen Formel \[ f(\zeta)=\frac 1{2\pi i}\int\limits_C \frac{f(z)\,dz}{z-\zeta} -\frac 1\pi \iint\limits_D \frac{Df(v)}{D\omega}(v-\zeta)^{-1}\,d\omega. \] Die Funktion \(f(z)\) heißt holomorph \((\alpha)\) in einem Gebiet \(D\), wenn sie daselbst eine stetige d. a. besitzt. Da für analytische Funktionen die d. a. verschwindet, so spielen diese hier die Rolle von Konstanten. In diesem Sinne werden ``polynomes aréolaires'', kurz p. a., definiert, d. h. Lösungen der Gleichung \(\dfrac{D^{n+1}f}{D\omega^{n+1}}=0\). Sie haben die Form \[ f(\zeta)=h_0(\zeta)+\bar \zeta h_1(\zeta)+ \cdots + \bar \zeta^n h_n(\zeta), \] wobei \(h_0(\zeta)\), \dots, \(h_n(\zeta)\) analytische Funktionen sind. Notwendig und hinreichend dafür, daß \(f(z)\) holomorph \((\alpha)\) in \(D\) ist, ist die Gültigkeit der Formel \[ \frac 1{2\pi i}\int\limits_\gamma f(z)\,dz-\frac 1\pi\iint\limits_\delta \varphi(v)\,d\omega=0 \] für alle geschlossenen und streckbaren Kurven \(\gamma\) von \(D\), wobei \(\varphi(v)\) stetig in \(D\) ist. Diese Formel gilt auch dann noch, wenn \(\int\limits_\gamma f(z)\,dz\) als Gebietsfunktion totalstetig ist. Die absolut integrable Funktion \(\varphi(v)\) ist dann fast überall die d. a. von \(f\). Auch in diesem allgemeinen Falle wird die Gleichung noch gelöst durch die ``primitive Funktion'': \[ f(\zeta)=h(\zeta)-\frac 1\pi\iint\limits_D\frac{\varphi(v)}{v-\zeta}\,d\omega \quad (h(\zeta) \;\text{analytisch}). \] Es wird in Anlehnung an den Beweis von \textit{Petrini} (1908; F. d. M. 39, 819 (JFM 39.0819.*)) eine notwendige und hinreichende Integralbedingung für \(\varphi\) aufgestellt dafür, daß die oben definierte Funktion \(f(\zeta)\) in einem bestimmten Punkte eine d. a. besitzt. Für die d. a. gelten die gewöhnlichen Differentiationsregeln. Dies ermöglicht es, lineare Differentialgleichungen mit analytischen Koeffizienten zu behandeln, die sich in ähnlicher Weise lösen lassen wie gewöhnliche Differentialgleichungen mit konstanten Koeffizienten. Da an Stelle der Integrationskonstanten analytische Funktionen auftreten, kann man lineare Randbedingungen für Real- und Imaginärteil von \(f\) auf dem Rande des Gebiets erfüllen. Diese Differentialgleichungen stellen eine natürliche Zusammenfassung von gewissen Systemen partieller Differentialgleichungen dar, wie sie insbesondere in der Elastizitätslehre und der Hydromechanik auftreten. Verf. zeigt im letzten Teile, wie sich zweidimensionale Probleme dieser Art mit den dargestellten Methoden behandeln lassen. (IV 12.)
      0 references

      Identifiers