Über Zopfinvarianten (Q5893009)

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scientific article; zbMATH DE number 2550910
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    English
    Über Zopfinvarianten
    scientific article; zbMATH DE number 2550910

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      Über Zopfinvarianten (English)
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      1932
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      In der Gruppe \(\mathfrak Z_n\) der \(n\)-fädigen Zöpfe bilden diejenigen Elemente, denen - als geschlossene Zöpfe aufgefaßt - Verkettungen von \(n\) Kurven entsprechen, einen Normalteiler \(\mathfrak N_n\), dessen Faktorgruppe die symmetrische Gruppe des Grades \(n\) ist. Verf. bestimmt nach dem \textit{Reidemeister-Schreier}schen Verfahren ein System von Erzeugenden und definierenden Relationen von \(N_n\); jeder der \(\binom {n}{2}\) Erzeugenden \(S_{ik}\) entspricht geometrisch eine einmalige Verdrillung eines Kurvenpaares, und die Relationen bestehen in geometrisch anschaulichen Vertauschungsrelationen. Die Faktorgruppe \(\overline {\mathfrak N}_n\) der Kommutatorgruppe von \(\mathfrak N_n\) ist daher die freie Gruppe von \(\binom {n}{2}\) Erzeugenden \(\overline {S}_{ik}\). Jedem Element \(N\) von \(\mathfrak N_n\), und allgemeiner auch jedem Element \(Z\) von \(\mathfrak Z_n\) vermöge der Zuordnung \(Z\to Z^\tau \subset \mathfrak N_n\) mit kleinstem positiven \(\tau \), ist ein Element \(\prod \overline {S}_{ik}^{\alpha _{ik}}\) von \(\overline {\mathfrak N}_n\) zugeordnet. Die \(\alpha _{ik}\) sind invariant gegen innere Automorphismen von \(\mathfrak Z_n\), also Zopfinvarianten. Anwendung: Entspricht dem Element \(Z\) ein Knoten \((\tau =n)\), so sind aus Symmetriegründen höchstens \(n-1\) der \(\alpha _{ik}\) voneinander verschieden entsprechend den Verkettungen eines Fadens von \(Z^n\) mit den \(n-1\) übrigen. Ist \(Z_1\) ein Torusknoten mit \(m_1\)-facher Verdrillung von \(n_1\) Fäden (\(m_1, n_1\) teilerfremd), so haben diese \(n-1\) Invarianten alle den gleichen Wert \(\pm m_1\). Geht man von diesem ``Schlauchknoten erster Stufe'' vermittels teilerfremder Zahlenpaare \(m_2, n_2; m_3, n_3; \dots \) zu Schlauchknoten höherer Stufe (vgl. \textit{Brauner}, Abhandlungen Hamburg 6 (1928), 1-55; F. d. M. 54, 373 (JFM 54.0373.*)) über, indem man jeweils den schon gebildeten Knoten \(Z_{\varkappa -1}\) durch \(n_\varkappa \) nebeneinander liegende Fäden ersetzt, die an einer Stelle nach Art eines Torusknotens \(m_\varkappa \)-fach verdrillt werden, so entstehen die Invarianten \(\alpha \) von \(Z_\varkappa \) aus denen von \(Z_{\varkappa -1}\) folgendermaßen: Erstens treten die mit \(n_\varkappa \) multiplizierten Invarianten von \(Z_{\varkappa -1}\) auf, jede \(n_\varkappa \)-mal, und zweitens \(n_\varkappa -1\) neue Invarianten vom Betrag \(m_\varkappa \). Verf. zeigt, daß\ man, wenn ein Schlauchknoten höherer Stufe gegeben ist, aus den Invarianten \(\alpha \) durch Zusammenfassen der Systeme gleicher \(\alpha \) leicht die \(n_\varkappa \) und \(m_\varkappa \) ermitteln kann.
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