Sur les fonctions implicites. (Q5907352)

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scientific article; zbMATH DE number 2573021
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    Sur les fonctions implicites.
    scientific article; zbMATH DE number 2573021

      Statements

      Sur les fonctions implicites. (English)
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      1929
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      Nach \textit{Lebesgue} (1905; F. d. M. 36, 453 (JFM 36.0453.*)) und \textit{Lusin} (1927; F. d. M. 53, 171 (JFM 53.0171.*)-172) ist jede der Funktionen \(y_1, y_2, \dots, y_q,\) die als vollständige Lösung eines Gleichungssystems \[ \varphi_\tau (x_1, \dots, x_p,y_1, \dots, y_q) = 0 \qquad (\tau = 1, 2,\dots, s) \] (\(\varphi_\tau\) analytisch darstellbar) analytisch definiert werden können, eine analytisch darstellbare Funktion unter der Voraussetzung, daß jede der Funktionen \(y_\varkappa\) uniform (d. h. höchstens eindeutig) ist. Die letzte Bedingung, deren Notwendigkeit für die Schlußweise \textit{Lebesgue} von \textit{Lusin} bemerkt worden ist, bedeutet eine starke Einschränkung für die Anwendungsmöglichkeiten dieses Satzes. Verf. nimmt daher diese Untersuchungen unter etwas allgemeineren Voraussetzungen wieder auf (vgl. hierzu auch \textit{Lusin}, 1929; F. d. M. \(55_{\text{I}}\), 149; ferner das Buch ``Leçons sur les ensembles analytiques'' (1930; F. d. M. \(56_I\), 85), Kap. IV). Verf. nennt eine Funktion \(y = f(x_1,\dots, x_p) \) implicite definiert durch analytische Ausdrücke, wenn \(y\) uniform und die vollständige Lösung eines Systems \[ \varphi_\tau (x_1,\dots,x_p,y,z_1,\dots, z_r) = 0 \qquad (\tau = 1, 2,\dots, s) \tag{*} \] (\(\varphi_\tau\) Funktionen der \textit{Baire}schen Klassen) ist; dabei wird über die Auflösbarkeit des Systems nach den \(z_\varrho\) nichts vorausgesetzt. -- Ist \(\varTheta (t)\) eine analytisch darstellbare Funktion, deren Wertevorrat keine \textit{Borel}sche Menge ist, so liefert \[ y-\varTheta (x) = 0, \qquad x-\varTheta (z) = 0 \] ein Beispiel einer implicite durch analytische Ausdrücke definierten Funktion \(y = f (x)\), die nicht analytisch darstellbar ist (denn ihr Definitionsbereich ist keine \textit{Borel}sche Menge). Verf. beweist jedoch den folgenden Satz: Dann und nur dann ist eine Funktion \(y = f(x_1,\dots, x_p)\) implicite durch analytische Ausdrücke definierbar, wenn ihr Definitionsbereich eine analytische Menge \(E\) ist, und wenn es eine uniforme analytisch darstellbare Funktion gibt, die in \(E\) mit \(f(x_1, \dots, x_p)\) übereinstimmt. Hilfsmittel zum Beweis ist der folgende Satz: Dann und nur dann ist \(y = f(x_1, \dots, x_p)\) durch analytische Ausdrücke implicite definierbar, wenn ihr Bild (im Sinne von \textit{Sierpiński}, d.h. die durch \(y - f(x_1, \dots, x_p) = 0\) definierte Punktmenge des \((y, x_1, \dots, x_p)\)-Raumes) eine analytische Menge ist. (II.)
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