Sets of independent postulates for betweenness. (Q5909615)

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scientific article; zbMATH DE number 2614391
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    Sets of independent postulates for betweenness.
    scientific article; zbMATH DE number 2614391

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      Sets of independent postulates for betweenness. (English)
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      1917
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      Der Typus der linearen Anordnung, welchen die Punkte auf einer Geraden repräsentieren, wird axiomatisch untersucht. Es handelt sich also um die implizite Charakterisierung der Beziehung des Zwischenliegens. Der Unterschied gegenüber den in der Grundlegung der Geometrie üblichen Anordnungsaxiomen besteht einmal darin, daß\ die Axiome sich ausschließlich auf das \textit{Lineare} beziehen und ferner in der Ausschaltung der Existenzaxiome; die Existenz von Elementen (Punkten) wird immer nur bedingungsweise eingeführt. Die Untersuchung verläuft so, daß\ zunächst von einem provisorischen Axiomensystem ausgegangen wird, bestehend aus 4 fundamentalen Postulaten (welche inhaltlich den Axiomen II, 1 und II, 3 in \textit{Hilberts} ``Grundlagen der Geometrie'' entsprechen), und 8 weiteren Postulaten, welche die Lagenbeziehungen von 4 Punkten treffen und die zusammen mit jenen ersten vier Postulaten jedenfalls zur Charakterisierung der Zwischen-Beziehung ausreichen. Innerhalb dieses Systems von 12 Axiomen werden nun 71 Abhängigkeitsbeziehungen festgestellt und die als die einzig vorhandenen erwiesen, wobei für die Unabhängigkeitsbeweise als Beispiele zur Aufweisung 44 Systeme von drei oder vier Elementen mit einer jeweils passend definierten Pseudo-Zwischen-Beziehung konstruiert werden. Es ergibt sich aus dieser Betrachtung, daß\ 11 Möglichkeiten vorhanden sind, aus den 12 Axiomen ein Teilsystem von unabhängigen Axiomen auszuwählen, derart, daß\ die übrigen Axiome daraus gefolgert werden können. Diese 11 Systeme von unabhängigen Axiomen werden angegeben; sie enthalten alle die ersten 4 Postulate und von den weiteren entweder zwei oder drei. Das einfachste unter ihnen besteht aus folgenden Axiomen -- (statt ``\(B\) liegt zwischen \(A\) und \(C\)'' werde kurz \(ABC\) geschrieben) --: 1. Wenn \(AXB\), so \(BXA\). 2. Für drei verschiedene Elemente \(A\), \(B\), \(C\) besteht mindestens eine von den Beziehungen \(ABC\), \(CBA\), \(BCA\), \(ACB\), \(CAB\), \(BAC\). 3. Sind \(A\), \(B\), \(C\) drei verschiedene Elemente, so kann nicht \(ABC\) und \(ACB\) zugleich gelten. 4. Wenn \(ABC\), so sind \(A\), \(B\), \(C\) verschiedene Elemente. 5. Für vier verschiedene Elemente \(A\), \(B\), \(X\), \(Y\) ist, wenn \(XAB\) und \(ABY\), auch \(XAY\). 6. Für vier verschiedene Elemente \(A\), \(B\), \(X\), \(Y\) ist, wenn \(XAB\) und \(AYB\), auch \(XAY\). \textit{Huntington} hat in einer anderen Abhandlung auch die zyklische Anordnung einer axiomatischen Untersuchung unterzogen.
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