Zur Geschichte der graphischen Darstellung von Funktionen. (Q5909650)

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scientific article; zbMATH DE number 2615004
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    Zur Geschichte der graphischen Darstellung von Funktionen.
    scientific article; zbMATH DE number 2615004

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      Zur Geschichte der graphischen Darstellung von Funktionen. (English)
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      1915
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      Die Abhandlung, die als Rektoratsrede für 1914 entworfen war, jedoch wegen des Kriegsausbruches nicht als solche gehalten, aber 1915 als Festschrift überreicht wurde, beschäftigt sich hauptsächlich mit \textit{Nicolaus Oresme} und seinem Tractatus de latitudinibus formarum. Nach den Angaben über die Person, die als einer der angesehesten und bedeutendsten Männer seiner Zeit (1320-11. Juli 1382) gelten muß\, sowie über die vorhandenen Exemplare der mathematischen Schriften von \textit{Oresme}, werden seine Vorgänger in der graphischen Darstellung von Funktionen kurz besprochen; dann aber geht der Verf. ausführlich auf die Latitudines formarum ein sowie auf den durch sie ausgeübten Einfluß. Das Ergebnis seiner Untersuchung faß\ t er so zusammen: ``Die Geschichte der Mathematik hat zu erwähnen, daß\ um das Jahr 1350 \textit{Oresme} erstmals den Gedanken der graphischen Darstellung einer Funktion der scholastischen Philosophie entnommen und bewuß\ t entwickelt hat. Danenben noch andere Namen zu nennen, besteht kein ausreichender Grund; weder durch den mit \textit{Oresme} gleichzeitigen \textit{Suisset}, noch durch den späteren \textit{Biagio} hat der genannte Gedanke eine weitere Förderung erfahren.'' In der folgenden, mit \textit{Biagio} beginnenden Zeit der scholastischen Philosophie ``gingen auch die Gedanken, die in der \textit{Oresme}schen Abhandlung entwicklungsfähig gewesen wären, vollständig verloren, und als \textit{Descartes} 250 Jahre nach \textit{Oresme} die analytische Geometrie schuf, da knüpfte er nicht an \textit{Oresme} Traktat an, der er wahrscheinlich gar nicht kannte, sondern er ging wieder aus von den unsterblichen Werken der Griechen, und seinem Genie glückte das, was ihnen versagt geblieben war: das Sichtbare ward unsichtbar, das Geometrische arithmetisch.''
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