Über konjugierte trigonometrische Reihen. (Q5909701)

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scientific article; zbMATH DE number 2616248
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    Über konjugierte trigonometrische Reihen.
    scientific article; zbMATH DE number 2616248

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      Über konjugierte trigonometrische Reihen. (English)
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      1914
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      Zu der trigonometrischen Reihe \[ (1)\quad a_0+\sum_{\nu=1}^{\infty}(a_\nu \cos \nu\vartheta+b_\nu \sin \nu\vartheta) \] bezeichnet man als \textit{konjugiert} die Reihe \[ (2)\quad c+\sum_{\nu=1}^{\infty}(-b_\nu \cos \nu\vartheta+a_\nu \sin \nu\vartheta)\quad (c\;{\text{beliebig.}}) \] (Sie sind ersichtlich reeller bzw. imaginärer Teil der Potenzreihe \(\varSigma(a_\nu -ib_\nu )z^{\nu}\).) \textit{Fejér} behandelt die Frage: Die Reihe (1) sei im Intervall \(0\leqq\vartheta\leqq 2\pi\) gleichmäßig konvergent; was kann man daraus über die Konvergenzverhältnisse der Reihe (2) schließen? -- Die gewonnenen Antworten sind in den folgenden Theoremen enthalten: 1. Für (2) konvergiert die Differenz zwischen der \(n\)-ten Teilsumme und dem \(n\)-ten arithmetischen Mittel der Teilsummen mit wachsendem \(n\) gleichmäßig gegen 0. Hieraus folgen speziell die beiden folgenden Sätze: 2. Es ist die Reihe (2) an allen Stellen konvergent, wo sie summabel ist. Und: 3. Diese Konvergenz ist sogar eine gleichmäßige auf jeder Punktmenge, auf der (2) gleichmäßig summabel ist. -- Für Potenzreihen nutzbar gemacht, ergibt sich hieraus der besonders schöne Satz: 4. Ist die Potenzreihe \(f(z)=\varSigma c_nz^n\) für \(| z|<1\) konvergent und ist \(f(z)\) für \(| z|\leqq 1\) stetig, so folgt aus der gleichmäßigen Konvergenz der reellen Komponente von \(\varSigma c_nz^n\) für \(| z|=1\) auch diejenige der imaginären Komponente für \(| z|=1\), -- und umgekehrt. 5. Es sei \(\varphi(z)=\varSigma a_nz^n\) für \(| z|<1\) konvergent und für \(| z|\leqq 1\) stetig. Ist dann die eine Komponente dieser Potenzreihe für \(| z|=1\) konvergent, so zeigt diese notewendigerweise die \textit{Lebesgue}sche Singularität, falls die andere Komponente die \textit{Du Bois-Reymond}sche Singularität aufweist. (Wegen der Bedeutung dieser Singularitäten s. F. d. M. \textit{41}, 289, 1910).
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