The Dirichlet problem for domains with multiple boundary points. (Q5923911)
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scientific article; zbMATH DE number 2532670
| Language | Label | Description | Also known as |
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| default for all languages | No label defined |
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| English | The Dirichlet problem for domains with multiple boundary points. |
scientific article; zbMATH DE number 2532670 |
Statements
The Dirichlet problem for domains with multiple boundary points. (English)
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1935
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Die Arbeit befaßt sich mit einer Ausdehnung des \textit{Dirichlet}schen Problems (auch des verallgemeinerten im Sinne von \textit{Kellogg} und \textit{Wiener}) für den Fall von mehrfachen Randpunkten. Die Theorie ist für den dreidimensionalen Raum durchgeführt, gilt aber analog auch für den zweidimensionalen Fall. Die Grundlage bildet eine Theorie der ``Randelemente'', in gewisser Analogie zur Theorie der Enden und Primenden bei \textit{Carathéodory}. Betrachtet werden nur endliche Gebiete \(T\). Ein Randelement \(\gamma\) wird definiert durch eine monoton abnehmende Folge von geschachtelten Teilbereichen von \(T\), die Randpunkte von \(T\) enthalten und sich auf Null zusammenziehen. Wesentlich für die Theorie ist der Begriff des ``pseudosphärischen Gebietes'' eines Punktes oder Randelementes vom Radius \(\varrho\). Ihm entspricht in der gewöhnlichen Theorie die Kugelumgebung vom Radius \(\varrho\) in bezug auf das Gebiet \(T\). Der unterschied liegt darin, daß man von der eben erwähnten Kugelumgebung nur solche Punkte von \(T\) zuläßt, die zusammen mit den definierenden Punkten bzw. Randelementen in einem Gebiet liegen. Zu erwähnen ist, daß der Begriff Randelement gleichwertig ist mit Erreichbarkeit. Mit Hilfe der ``pseudosphärischen Umgebung'' wird nun die ``Pseudostetigkeit'' genau so definiert wie die Stetigkeit im gewöhnlichen Sinne. Daß diese Begriffe sich aber praktisch nicht decken, wird an einem Beispiel gezeigt. Man kann nämlich jeder Randfunktion \(\varPhi(p)\) im gewöhnlichen Sinne eine Funktion der Randelemente \(f(\gamma)\) zuordnen durch Gleichheit der Funktionswerte. Dann kann es geschehen, daß die Randfunktion nicht beschränkt ist, während \(f(\gamma)\) sogar gleichmäßig pseudostetig ist, was natürlich daran liegt, daß die Pseudoumgebung viel weniger Punkte enthalten kann als die gewöhnliche Umgebung. Mit diesen Mitteln läßt sich nun die \textit{Kellogg}sche Theorie in völliger Analogie aufbauen. Zu erwähnen ist, daß die Normalbereiche im gewöhnlichen Sinne mit den Pseudonormalbereichen zusammenfallen (vgl. die Bemerkung hinter Definition 25 und Theorem 25). Das Analogon des \textit{Lebesgue}schen Satzes über die Ergänzung einer stetigen Randfunktion wird bewiesen und dann die Folgelösung konstruiert. Mit Hilfe des Begriffs des ``pseudobarriers'' wird ein der gewöhnlichen Theorie völlig analoges Kriterium für die Regularität eines Randpunktes gegeben.
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