Zur Theorie der linearen Differentialgleichungen. (Q5968448)

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scientific article; zbMATH DE number 2662619
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    Zur Theorie der linearen Differentialgleichungen.
    scientific article; zbMATH DE number 2662619

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      Zur Theorie der linearen Differentialgleichungen. (English)
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      1901
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      Zunächst wird für eine lineare homogene Differentialgleichung \(n\)-ter Ordnung (A) mit innerhalb eines Gebietes \(T\) der komplexen Variable \(z\) eindeutigen Koeffizienten eine analytische Form der Lösungen eines Fundamentalsystems in dem Falle aufgestellt, daß\ \(z\) einen Umlauf nicht bloß\ um einen einzigen singulären Punkt, sondern einen beliebigen Umlauf \(U\) innerhalb \(T\) beschreibt. Seien \(w_1, w_2, \dots, w_{\nu}\) bezw. \(\lambda_1\)-, \(\lambda_2\)-, \dots, \(\lambda_{\nu}\)-fache Wurzeln der zum Umlaufe \(U\) gehörigen Fundamentalgleichung, so daß\ \(\lambda_1 + \lambda_2 + \cdots + \lambda_{\nu} =n\), so zerfallen die zu \(w_k\) gehörigen \(\lambda_k\) Elemente des Fundamentalsystems derart in Gruppen von \(\mu_{k_1}, \mu_{k_2}, \dots, \mu_{k_\varrho}\) Elementen, daß\ für die Elemente einer Gruppe die Umlaufrelationen bestehen: \[ (1) \qquad \overline y_1 = wy_1,\; \overline y_2 = wy_2 + y_1,\; \dots,\; \overline y_{\mu} = wy_{\mu} + y_{\mu -1}. \] Die Form der zur Gruppe (1) gehörigen Integralelemente läßt sich nun in folgender Weise herstellen. Es sei \(\eta_1\) dasjenige Element einer mehrgliedrigen Gruppe, das sich bei dem Umlaufe \(U\) mit \(w\) multipliziert, \(\eta_2\) ein zweites Element derselben Gruppe, so daß\ \(\overline{\eta_2} = w\eta_2 + \eta_1\); dann setze man \[ \xi = e^{2\pi iw \frac{\eta_2}{\eta_1}},\quad t= \frac{1}{2\pi i} \;\log \xi, \] \[ f(t) = \xi^r \left\{ \psi_{\mu -1} - \begin{pmatrix} \mu -1 \\ 1 \end{pmatrix} \psi_{\mu -2} t + \begin{pmatrix} \mu -1 \\ 2 \end{pmatrix} \psi_{\mu -3} t^2 + \dots + \psi_0 t^{\mu -1} \right\}, \] wo die \(\psi\) Funktionen von \(z\) sind, die beim Umlaufe \(U\) ungeändert bleiben, und man erhält für die Gruppe (1) gehörigen Lösungen die kanonische Darstellung: \[ y_{\mu} = f(t),\;y_{\mu -1} = \frac{1}{\mu -1}\;\frac{\partial f(t)}{\partial t},\;y_{\mu -2} = \frac{1}{(\mu -1) (\mu -2)}\;\frac{\partial^2 f}{\partial t^2}, \cdots, \] \[ y_1= \frac{1}{\mu !}\;\frac{\partial^{\mu -1} f(t)}{\partial t^{\mu -1}} \,. \] Aus dieser Darstellungsform werden folgende Sätze abgeleitet: 1. Wenn zwischen den Elementen eines Fundamentalsystems von Lösungen der Gleichung (A) ein System homogener Relationen mit konstanten Koeffizienten \(\varPhi_k\) \((w_1, w_2, \dots, w_n)=0\) \((k= 1,2, \dots, \varrho)\) stattfindet und \(\varPhi_k\) nicht durch gewisse hier nicht wiederzugebende Gleichungen bedingte Gestalten haben, so werden die Elemente des jedem beliebigen Umlauf \(U\) zugehörigen kanonischen Fundamentalsystems in sich selbst übergehen, multipliziert mit je einer Konstante (einer Wurzeln der Fundamentalgleichung). 2. Besteht zwischen den Lösungen eines Fundamentalsystems von (A) eine homogene Relation mit der besonderen Eigenschaft, daß\ sie durch die Substitutionen der Monodromiegruppe von (A) ungeändert bleibt -- (A) als zur \textit{Fuchs}schen Klasse gehörig vorausgesetzt --, ist ferner \(y_1, y_2, \dots, y_n\) ein einem Umlaufe \(U_0\) zugehöriges kanonisches Fundamentalsystem von der Beschaffenheit, daß\ \[ \overline y_1 = w_1 y_1,\;\overline y_2 = w_2 y_2, \dots,\;\overline y_n = w_n y_n, \] so sind in dem Falle, daß\ in der Differentialgleichung (B), der \[ u= A_0 y + A_1 y' + \cdots + A_{n-1} y^{(n-1)} \] genügt, wo \(A_0, \dots, A_{n-1}\) willkürliche rationale Funktionen von \(z\) sind, nicht für jede Wahl dieser Funktionen sämtliche Invarianten von (B) verschwinden, die Quotienten \(w_2/w_1, w_3/w_1, \dots, w_n/w_1\) Einheitswurzeln.
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