Hydrodynamische Probleme in Beziehung zur Theorie der Meeresströmungen. (Q5969692)

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scientific article; zbMATH DE number 2711786
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    Hydrodynamische Probleme in Beziehung zur Theorie der Meeresströmungen.
    scientific article; zbMATH DE number 2711786

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      Hydrodynamische Probleme in Beziehung zur Theorie der Meeresströmungen. (English)
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      1876
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      Der Verfasser geht aus von den hydrodynamischen Gleichungen mit Einschluss der Glieder, welche die Reibung darstellen, und wendet diese Gleichungen, sowie die bekannten Oberflächen\-bedingungen auf eine Flüssigkeit an, die durch zwei horizontale Ebenen begrenzt ist, und auf die von äusseren Kräften nur die Schwere wirkt. Er nimmt an, dass nur in einer bestimmten, den Grenzflächen parallelen Richtung Bewegung stattfindet, dass diese Bewegung für alle Punkte derselben Horizontalschicht dieselbe ist, und dass an der untern Grenzfläche die Bewegung verschwindet, während an der oberen Grenzfläche ein constanter Druck herrscht. Unter diesen Annahmen vereinfachen sich die Gleichungen so, dass nur eine Function \(\omega\) aus der Gleichung zu bestimmen bleibt \[ \frac{\partial\omega}{\partial t}=\alpha\frac{\partial^2\omega}{\partial x^2} \] mit den Nebenbedingungen: \[ -\frac{\partial\omega}{\partial x}+p\omega=p\varphi(t) \text{ für } x=0;\quad \omega=0 \text{ für } x=h;\quad \omega=f(x) \text{ für } t=0. \] Darin ist \(x\) die verticale Coordinate, \(\omega\) die Geschwindigkeit der Bewegung, \(p\) und \(\alpha\) Constante, \(f\) und \(\varphi\) gegebene Fucntionen. Dies Problem stimmt nun mit einem bekannten Problem aus der Theorie der Wärmeleitung völlig überein. Der Verfasser wendet daher die für jenes Wärmeproblem bekannte Lösung an und findet durch Discussion derselben folgende Resultate: 1) Die von einer unveränderlichen Oberflächengeschwindigkeit herrührende stationäre Bewegung im Innern einer unbegrenzten Wasserschicht macht sich mit linear abnehmender Geschwindigkeit bis auf den Grund hinab bemerklich. 2) Alle zeitlich veränderlichen, periodischen oder unperiodischen Veränderungen der auf die Oberfläche wirkenden Kräfte pflanzen sich ausserordentlich langsam, die periodischen mit sehr rasch abnehmender Amplitude in die Tiefe hinein fort. 3) Der Einfluss des Anfangszustandes ist in gewissen Schichten noch sehr lange Zeit merkbar. Zum Schluss wird das obige Problem dahin erweitert, dass \(\omega\) von zwei Coordinaten \(x,y\) abhängt; für diesen Fall wird aber nur die stationäre Bewegung untersucht. Von Resultaten ist hier nur bemerkenswerth der Nachweis der Möglichkeit, dass zwei parallel derselben Geraden, aber in entgegengesetzten Richtungen fliessende Ströme, ohne sich zu stören, an einander grenzen können.
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