Joint-axis congruences with indeterminate developables.
Hat eine Geradenkongruenz \(\mathfrak K\) keine Brennfläche, oder wird auch die Developpable von \(\mathfrak K\) unbestimmt, sodaß\ jede Regelfläche in \(\mathfrak K\) eine Developpable ist, so liegen alle Geraden \(g\) von \(\mathfrak K\) entweder in einer Ebene oder aber gehen durch einen festen Punkt. Es werden hier gewisse solche \(\mathfrak K\) untersucht, die nach \textit{Wilczynski} ``joint-axis congruences (``Verbindungsachsenkongruenzen) heißen. Man beziehe eine vorgelegte Fläche \(S_y\) auf irgend ein konjugiertes Kurvennetz \(U\) = const, \(V\) = const. Die Tangenten der Kurven \(U\) = const, in den Punkten einer festen Kurve \(V\) = const, sind auch Tangenten einer Kurve \(V\) = const auf einer zweiten Fläche \(S_z\). ``Korrespondierende Punkte \(P_y,P_z\) auf \(S_y,S_z\) sind solche, für die \(U\) und \(V\) dieselben Werte besitzen. Die Schmiegungsebene einer Kurve \(V\) = const in \(P_y\) trifft die Schmiegungsebene der Kurve \(U\) = const in \(P_z\) in einer Geraden, eben der ``joint-axis von \(P_y,P_z\); die Gesamtheit dieser Achsen erfüllt die Kongruenz \(\mathfrak K\). Zunächst werden die grundlegenden Formeln zusammengestellt. Denkt man sich die Koordinaten der Punkte von \(S_y\) und \(S_z\) als Funktionen von \(U\) und \(V\) gegeben, so haben sie im vorliegenden Falle einem vollständig integrablen Systeme \((D)\) von vier linearen homogenen partiellen Differentialgleichungen zu genügen. Auf Grund der Integrabilitätsbedingungen läß\ t sich die allgemeinste Transformation einer Gruppe aufstellen, die Form und Ordnung von \((D)\) ungeändert läßt. Sodann werden die analytischen Bedingungen für die Unbestimmtheit der Developpablen von \(\mathfrak K\) aufgestellt. Diese Bedingungen lassen sich sukzessive vereinfachen und in Invarianten ausdrücken; dabei erscheinen die Bedingungen in zwei verschiedenen Gestalten, die einzeln diskutiert werden. Im ersteren Falle gelangt man zu einem festen Punkte, durch den die Achsen von \(\mathfrak K\) laufen, im letzteren Falle zu einer festen Ebene, in der die Achsen von \(\mathfrak K\) liegen. Dieser feste Punkt und diese feste Ebene lassen sich dann auch rein geometrisch charakterisieren.
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