Lectures on the Theory of Functions.
Das Buch enthält die vom Verf. im Frühjahre 1897 an der École Normale gehaltenen Vorträge mit einigen bei der Abfassung für den Druck getroffenen Aenderungen und ist dem Subdirector dieser Schule, Jules Tannery, gewidmet, der in Darboux Bull. (2) 22, 242-250 eine recht eingehende Besprechung der Schrift voll warmer Anerkennung geliefert hat. Der Hauptzweck der Vorträge besteht in einer Darstellung der Mengenlehre, so weit dieselbe in der Functionentheorie nützlich ist. Von den sechs Kapiteln des Buches sind die drei ersten der Entwickelung der Grundbegriffe dieser Lehre gewidmet: I. Allgemeine Begriffe über die Mengen. Mächtigkeit, abzählbare Mengen, Vergleichung der abzählbaren Mengen mit den anderen; Mengen mit der Mächtigkeit des Stetigen. II. Die algebraischen Zahlen und die Approximation der incommensurablen Zahlen. III. Die perfecten und die messbaren Mengen. In den drei folgenden Kapiteln werden die Anwendungen der Mengenlehre in der Functionentheorie besprochen. Kapitel IV handelt von der analytischen Fortsetzung, Kapitel V von der Convergenz gewisser reeller Reihen, und Kapitel VI erörtert den Begriff der Function einer complexen Veränderlichen. Wir führen aus dem Schlussworte dieses Kapitels die Stelle an, mit der es endigt: ``Wir würden befriedigt sein, wenn wir unsere Leser überzeugt hätten, dass weder die grundlegenden Arbeiten von Weierstrass, noch die weiteren Arbeiten von Mittag-Leffler, Appell, Poincaré, Runge, Painlevé die Frage nach den Beziehungen zwischen dem Begriffe einer analytischen Function und des analytischen Ausdrucks völlig beantworten. Man kann sogar ohne Uebertreibung sagen, dass die Erforschung und die Klassification der analytischen Ausdrücke, die nicht fähig sind, die Null darzustellen, ohne identisch Null zu sein, fast ganz noch zu bewerkstelligen ist. An diesen Hauptinhalt schliessen sich drei umfangreiche Noten (S. 102- 134). Die erste erörtert den Begriff der Mächtigkeiten: die Gleichheit und Ungleichheit der Mächtigkeiten, die Bildung von Mengen mit immer grösseren Mächtigkeiten, die Mächtigkeit der Functionenmengen. Die zweite Note beschäftigt sich mit dem Wachstum der Functionen und den Zahlen zweiter Klasse. Das Theorem von P. du Bois-Reymond, die Bildung einer Scala wachsender Typen und die Zahlen von G. Cantor werden der Reihe nach betrachtet. Die dritte Note erörtert den Begriff der Function im allgemeinen. Die unstetigen Functionen, die durch abzählbare Bedingungen definirten Functionen und der Begriff einer willkürlichen Function werden verglichen und in ihren Unterschieden gekennzeichnet.
- Real variable contributions of G. C. Young and W. H. Young
- scientific article; zbMATH DE number 4014658 (Why is no real title available?)
- Ehrenfest and Ehrenfest-Afanassjewa on the ergodic hypothesis
- On set theories and modernism
- From philosophical traditions to scientific developments: reconsidering the response to Brouwer's intuitionism
- How can a line segment with extension be composed of extensionless points? From Aristotle to Borel, and beyond
- Truth, proofs and functions
- Book review of: P. Guiraldenq, Émile Borel. A life in mathematics and politics across two centuries
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