Notes on recurring series of the third order.
Im Jahre 1878 hat E. Lucas im ersten Bande des American J. of Math., p. 184 ff., die Arithmetik der rekurrierenden Reihen zweiter Ordnung behandelt und dabei einfach periodische numerische Funktionen gefunden, die in ihren Eigenschaften vielfache Analogien mit sin und cos aufweisen. Er hat hierbei (und ebenso in seiner Theorie des Nombres) ohne Beweis angegeben, daß\ die entsprechenden Reihen dritter Ordnung auf eine analoge Isomorphie mit den elliptischen Funktionen führen; in einem nun im Text erstmalig wiedergegebenen Brief von Laisant werden noch merkwürdige Ergänzungen hierzu gegeben, die auf mündliche Äußerungen von Lucas zurückgehen: danach hat letzterer einen Beweis dafür gehabt, daß\ aus der Eindeutigkeit der Perioden von \(a^n + b^n + c^n\), worin \(a, b, c\) die Wurzeln der charakteristischen Gleichung der Reihe sind, nichts Geringeres folgen würde, als eine Bestätigung des großen Fermatschen Satzes! Dies ist um so mehr beachtlich, als schon aus den Reihen zweiter Ordnung, wie Carmichael bewiesen hat (Quarterly Journ. 1920), eine ganze Anzahl von klassischen Fermatschen Sätzen gewonnen werden kann, und so vielleicht in den Reihen dritter Ordnung der bisher so verschleierte Weg gegeben ist, auf dem Fermat selbst noch so sehr viel weiter gegangen sein mag\(\dots\) Verf. will nun in späteren Veröffentlichungen auf die -- wie man sich nun denken kann -- recht schwierige Arithmetik der rekurrierenden Reihen dritter Ordnung: \[ t_{n+3}=pt_{n+2}-qt_{n+1}+rt_n \] (bei gegebenen \(p, q, r\)) eingehen. Zunächst gibt er, als Vorbereitung, nur die verhältnismäßig einfache algebraische Analysis dieser Reihen, was an sich eine zunächst mehr formale Erweiterung der Lucasschen Theorie auf höhere Dimensionen bedeutet.
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