Potentialprobleme in der Hydrodynamik.
Den Gegenstand der Arbeit bildet eine neue Fassung der \textit{Oseen}schen ``Asymptotischen Hydrodynamik, die bekanntlich u. a. auf Vernachlässigung der ``quadratischen Störungsglieder gegenüber den ``halbquadratischen beruht. In Anlehnung einerseits an \textit{Oseen}, anderseits an eine Transformation von \textit{Boussinesq} (Journ. de Math. (6) 1 (1905), 285-332; F. d. M. 36, 980 (JFM 36.0980.*)) leitet Verf. die partielle Differentialgleichung zweiter Ordnung und die Randbedingungen ab, denen die Teilstromfunktion \(\varTheta\), die nach Abspaltung einer zweckmäßig gewählten harmonischen Stromfunktion \(\psi\) übrig bleibt, genügen muß. Das so formulierte Randwertproblem für \(\varTheta\) nennt Verf. das neue Potentialproblem der Hydrodynamik. Nach einigen Bemerkungen über die Wahl von \(\psi\) wird das Randwertproblem von \(\varTheta\) diskutiert und mit Hilfe der Theorie der Integralgleichungen bearbeitet. Besonderen Augenmerk widmet Verf. dem in anderer Form bereits von \textit{Oseen} eingehend betrachteten Fall des Widerstandes eines Kreiszylinders in gleichmäßiger Strömung. Ferner wird eingehend der \textit{Magnus}effekt behandelt, und das \textit{Oseen}sche Wirbelgebiet für diesen Fall bestimmt. -- Den Schluß bildet ein kritischer Rückblick auf die Theorie, die Erklärung der gegenüber dem Versuch vorliegenden Abweichungen, die im wesentlichen im Kielwassergebiet liegen. Die ganze Arbeit befaßt sich lediglich mit den ebenen Problemen.
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