Untersuchungen über die Borelschen Verallgemeinerungen des Picardschen Satzes.

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Verf. untersucht mit neuen Beweisgedanken (sogenannte \textit{Borel}sche) Identitäten der Form \[ \sum_{i=1}^n a_i(z)e^{g_i(z)}=a_0(z), \] wo die Koeffizienten \(a\) und die Exponenten \(g\) ganze Funktionen sein sollen. Er gibt einen Begriff der Abschätzbarkeit (der sich von den älteren etwas unterscheidet) und seine Haupteigenschaften. Besteht nun eine Identität obiger Gestalt, so folgen durch Differentiation weitere, die es gestatten, jedes \(e^{g_i}\) als Quotient zweier ganzer Funktionen darzustellen, nämlich der Determinanten aus der \textit{Cramer}schen Regel, die aus den \(a_i,g_i\) und deren Ableitungen aufgebaut sind. Je zwei solche Determinanten müssen also genau dieselben Nullstellen haben. Hier setzt des Verf. Methode an; es gelingt ihm, den Quotienten zweier Funktionen mit gleichen Nullstellen nach oben abzuschätzen. Bezeichnet nun \(G(r)\) das größte Maximum aller Realteile von \(g_i(z)\) für \(| z|=r\), so kann man das Hauptergebnis aussprechen: Sind in einer Identität wie oben \textit{alle} \(a_i(z)\) für \(i=0,1,\dots,n\) durch \(G(r)\) abschätzbar, so sind die Funktionen \(a_i(z)e^{g_i(z)}\) linear abhängig. Soweit das wesentlich Neue. Daraus folgen elegant als Korollare ältere Sätze von \textit{Borel} über solche Identitäten und von \textit{Pólya-Saxer}. Methode und Ergebnis gestatten die bekannten Erweiterungen auf Funktionen im Einheitskreis bzw. mit isolierter wesentlicher Singularität.












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