Kleinste Wirkung und \textit{Galilei}sche Relativität.
Der Verf. untersucht die Frage, ob in der klassischen Mechanik die \textit{Lagrange}sche Funktion \(H\) durch die Forderung bestimmt werden kann, daß\ die erste Variation des Integrals \(\int H dt\) gegenüber \textit{Galilei}-Transformationen invariant sein soll. Für die Bewegung eines Massenpunktes längs der \(x\)-Achse, wo \(H\) also nur von \(x\) und \(\dot{x}\) abhängen kann, ergibt sich aus dieser Forderung \(H=\frac m2 \dot{x}^2+cx\), also die \textit{Lagrange}sche Funktion für Bewegung unter dem Einfluß\ der Schwere. Für Bewegung eines Punktes in der Ebene ergibt sich \(\frac 12(A \dot{x}^2 + 2B \dot{x}\dot{y} + C \dot{y}^2)+ax+by\). Für Anziehung durch ein festes Zentrum \((x_0, y_0)\), wo \(H\) von \(x-x_0\) und \(y-y_0\) abhängt und Invarianz gegenüber zeitlosen Drehungen vorhanden ist, ergibt sich, wenn \(r, \varphi\) Polarkoordinaten bedeuten: \(H=\frac m2 (x^2+y^2)+c \varphi + \varPhi(r)\). Auch für die Bewegung zweier Massenpunkte auf der Geraden wird \(H\) berechnet. Schließlich führt der Verf. für die Bewegung eines Massenpunktes auf der \(x\)-Achse dieselbe Betrachtung für die Mechanik der Relativitätstheorie durch. Er setzt \(H\) als eine Funktion von \(\dot{x}\) an und fordert, daß\ \(\delta \int H (\dot{x})dt\) gegenüber der \textit{Lorentz}-Gruppe invariant bleibt. Daraus ergibt sich: \(H=c \sqrt{1-\dot x^2}\).
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