Über den \textit{Zeller}schen Beweis des quadratischen Reziprozitätssatzes.
\textit{Zeller} hat am 8. Juli 1872 brieflich dem Verf. einen Beweis mitgeteilt, der von dem in den Berliner Berichten vom 16. Dezember 1872 abweicht und hier veröffentlicht wird. Den Ausgangspunkt bildet das \textit{Gauß}sche Lemma: \[ \biggl(\frac{q}{p}\biggr) = (-1)^m, \quad \biggl(\frac{p}{q}\biggr) = (-1)^n, \] wo \(m\) und \(n\) die Anzahl der negativen kleinsten Reste \(a\), resp. \(b\) der Gleichungen \[ \begin{aligned} &hq = a + yp \;\;\biggl(h = 1, 2, \ldots, \frac{p-1}{2}\biggr),\\ &kp = b + xq \;\;\biggl(k = 1, 2, \ldots, \frac{q-1}{2}\biggr) \end{aligned} \] ist. Es kommt aber nur auf Untersuchung der Parität von \((m + n)\) an. Ist \(p < q\), so sind alle \(-a\) unter den \(b\) vorhanden. \((m + n)\) ist aber die Anzahl aller \(b\) zwischen \(-\frac12 q\) und \(\frac12p\), woraus sehr elementar das Reziprozitätsgesetz folgt. Der Verf. zeigt dann noch den Unterschied dieses Beweises von dem veröffentlichten \textit{Zeller}schen und gibt verschiedene Formeln über die Summe aller positiven oder negativen \(a\), resp. \(b\), die ebenfalls das bewußte Gesetz enthalten.
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