\textit{J. H. van't Hoff}.

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Erweiterte und teilweise Wiedergabe der in der Gedächtnisfeier der Deutschen Chemischen Gesellschaft am 14. Mai 1911 gehaltenen Rede. \textit{Jakobus Henrikus van't Hoff} ist in Rotterdam am 30. August 1852 geboren. Er studierte zunächst an der technischen Hochschule zu Delft, ging nach bestandenem Examen an die Universität in Leiden über, um Naturwissenschaften zu studieren. Nachdem er in Bonn unter \textit{August Kekulé} gearbeitet und dann in Utrecht das Doktorexamen bestanden hatte, wandte er sich nach Paris. 1876 wurde er Dozent für Physik an der Tierarzneischule in Utrecht, nach einem Jahre Lektor der Chemie in Amsterdam, wo er 1878 zum Professor ernannt wurde. Hier blieb er bis 1894. In diesem Jahre legte er die Professur nieder, wurde aber schon Ende 1895 nach Berlin berufen; hier wurde für ihn eine Stellung an der Akademie der Wissenschaften geschaffen, welche ihn in den Stand setzte, vollständig seinen Forschungen zu leben. In Berlin ist er nach jahrelanger Krankheit am 1. März 1911 gestorben. \textit{Ostwald} zerlegt die wissenschaftliche Tätigkeit \textit{van't Hoffs} in vier Epochen, die erste knüpft sich an die Arbeit ``Vorschlag zu Ausdehnung der gegenwärtig in der Chemie gebrauchten Strukturformeln in den Raum usw. und gipfelt in der Asymmetrie des Kohlenstoffatoms. Die Ergebnisse der zweiten sind in dem 1884 erschienenen Werk ``Études de dynamique chimique enthalten. Die dritte gibt uns die Theorie der Lösungen, und die letzte enthält Forschungen über die ozeanischen Salzablagerungen, insbesondere die Erscheinungen des Staßfurter Salzlagers. Nach \textit{Ostwalds} Ansicht stehen die drei ersten Epochen wissenschaftlich am höchsten. ``Wir haben es mit der wunderbaren Erscheinung zu tun, daß\ sich bei ihm in die kurze Frist eines Jahrzehnts drei solche schöpferischen Taten zusammengedrängt haben, daß\ er dreimal Leistungen vollbracht hat, von denen jede einzelne reichlich genügt hätte, ihrem Schöpfer den ersten Rang in seinem Gebiete anzuweisen.












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