Über die unzerlegbaren diskreten Bewegungsgruppen.

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In dieser Arbeit werden die wichtigsten der von \textit{Bieberbach} (Gött. Nachr. 1910, 75 und Math. Ann. 70, 297) gewonnenen Sätze über Bewegungsgruppen auf neuem, wesentlich einfacherem Wege bewiesen. Eine reelle Bewegungsgruppe besitzt, wie \textit{Bieberbach} gezeigt hat, dann und nur dann einen endlichen Fundamentalbereich, wenn sie unzerlegbar und diskret, d. h. von infinitesimalen Operationen frei ist. \textit{Frobenius} beschäftig sich allein mit solchen Gruppen. Die Bedingung der Realität läßt er jedoch zunächst fallen und versteht unter einer Bewegungsgruppe allgemein eine Gruppe von Transformationen \[ (\text{T})\quad x_\varkappa=p_\varkappa+\sum_\lambda a_{\varkappa\lambda}y_\lambda,\quad(\varkappa,\lambda=1,2,\dots,n) \] bei der die homogene Substitution \(A=(a_{\varkappa\lambda})\) eine positive \textit{Hermite}sche Form \(H\) ungeändert lassen. Eine Transformation \((T)\) bezeichnet er mit \((A,p)\), wobei \(p\) die aus den \(n\) Größen \(p_1,p_2,\dots,p_n\) bestehende einspaltige Matrix bedeutet; \(A\) heißt der rotative, \(p\) der translative Teil der Bewegung. Unter den \(n+1\) Wurzeln von \((A,p)\) sind die Zahl 1 und die \(n\) charakteristischen Wurzeln von \(A\) zu verstehen. Der Verf. beweist nun den schönen Satz: In einer diskreten Bewegungsgruppe ist jedes Element, bei dem die Differenz von je zwei Wurzeln absolut kleiner als 1 ist, mit jedem andern Element derselben Art vertauschbar. Ist \(H\) die \textit{Hermite}sche Einheitsform, so genügt \((A,p)\) jedenfalls der hier genannten Bedingung, wenn die Quadratsumme \(\vartheta(E-A)\) der absoluten Beträge aller Koeffizienten von \(E-A\) kleiner als \(\frac12\) ist. Auf Grund dieses Satzes ergeben sich ohne Mühe zwei der Hauptsätze von \textit{Bieberbach}: In einer unendlichen diskreten unzerlegbaren Bewegungsgruppe der Dimension \(n\) befinden sich \(n\) linear unabhängige Translationen. Die rotativen Teile der Bewegungen bilden eine endliche Gruppe, deren Ordnung eine bestimmte, nur von \(n\) abhängige Schranke nicht überschreitet. Auf den arithmetischen Teil der \textit{Bieberbach}schen Untersuchungen, der erst in einer späteren Arbeit (Math. Ann. 72. 400) ausführlich dargestellt worden ist, geht \textit{Frobenius} nicht näher ein. Er gibt aber einen Satz an, mit dessen Hülfe auch dieser Teil der Untersuchung vereinfacht werden kann. Dieser Satz lautet: In einer unendlichen diskreten unzerlegbaren Bewegungsgruppe seien \(L,M,N,\dots\) die \(h\) verschiedenen rotativen Teile der Bewegungen, und \((L,u),(M,v),(N,w),\dots,h\) beliebig ausgewählte Bewegungen, deren rotative Teile verschieden sind. Man verlege den Koordinatenanfang nach dem Schwerpunkt der Punkte \(u,v,w,\dots\). Ist dann \((A,p)\) irgendeine Bewegung der Gruppe, so ist \((E,hp)\) eine Translation der Gruppe.












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