Applications of the \textit{Lorentz-FitzGerald} hypothesis to dynamical and gravitational problems.
Um manche Schwierigkeiten zu beseitigen, die bei der Annahme eines ruhenden Äthers von gleicher Dichtigkeit innerhalb und außerhalb der wägbaren Körper entstehen, haben \textit{H. A. Lorentz} und \textit{FitzGerald} unabhängig voneinander die Hypothese aufgestellt, daß bei der Bewegung eines Körpers mit der Geschwindigkeit \(v\) seine linearen Dimensionen parallel zu der Bewegungsrichtung in dem Verhältnis \(\sqrt{1-v^2/V^2}\) sich verkleinern, wo \(V\) die Lichtgeschwindigkeit ist. Die vorliegende Abhandlung soll zeigen, wie diese Hypothese bei der Theorie verschiedener Erscheinungen zu benutzten ist. So ist zur allgemeinen Gültigkeit des \textit{Einsten}schen Relativitätsprinzips (F. d. M. 36, 920, 1905, JFM 36.0920.02) erforderlich, daß alle in Bewegung begriffenen Körper die \textit{Lorentz-FitzGerald}sche Kontraktion erleiden. Im übrigen ist der Verf. geneigt, jenes Relativitätsprinzip als ein fundamentales, empirisches Gesetz anzusehen, das in eine analoge Stelle zu setzen sei wie der zweite Hauptsatz der Thermodynamik. Unter dem nämlichen Gesichtspunkte behandelt der Verf. als andere Anwendungen einige Bewegungen, weil bei jeder Bewegung die exakte Theorie in Betracht zu ziehen sei. Die behandelten Beispiele sind: das Torsionspendel, das Gravitationspendel, die Gravitation. In einer Note am Ende des Aufsatzes weist der Verf. auf die Artikel von \textit{Wacker} und \textit{Wilkens} hin (F. d. M. 37, 809, 1906, JFM 37.0809.01 u. JFM 37.0809.02), die er erst nach dem Abschlusse seiner Arbeit kennen gelernt hat, indenen das Gravitationsproblem in analoger Weise, aber ohne Berücksichtigung der \textit{Lorentz-FitzGerald}schen Hypothese behandelt ist.
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