Sul sistema di \textit{Gundelfinger} relativo ad una biquadratica e una cubica binarie.

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Publication:1502384





(Auch JFM 35.0126.01, JFM 35.0126.02) \textit{Gordan} (F. d. M. 3, 59-60, 1871, JFM 03.0059.01) hat invariantive Bedingungen dafür aufgestellt, daß\ zwei Binärformen zwei Linearfaktoren gemein haben; die fraglichen notwendigen und hinreichenden Bedingungen bestehen in dem identischen Verschwinden einer Kovariante \(\vartheta\). Der Verf. hatte diese Untersuchungen (F. d. M. 20, 112, 1888, siehe JFM 20.0112.02 u.JFM 20.0112.03) ausgedehnt auf drei, vier usw. gemeinsame Linearfaktoren: es müssen wiederum gewisse Kovarianten \( \varPhi, \varPsi, \dots \) in 2, 3 usw. Variabelnreihen identisch verschwinden, oder, was auf dasselbe hinauskommt, deren elementare Kovarianten, die nur von einer Variabelnreihe abhängen; die wirkliche Durchführung gelang indessen nur in einigen einfachen Fällen. Nunmehr wird eine allgemeine Theorie des Gegenstandes entwickelt, indem jene elementaren Kovarianten der \(\varPhi, \varPsi, \dots\) wirklich bestimmt werden; zugleich zeigt sich die Bedeutung des Verschwindens (zugleich mit \(\vartheta\)) einiger jener Kovarianten. Zunächst wird der Fall von drei gemeinsamen Linearfaktoren, resp. eines gemeinsamen linearen Doppelfaktors untersucht. Die beiden Urformen \(f_m, f_n\) seien von der Ordnung \(m, n.\) Die Kovariante \(\varPhi\) ist von der Ordnung \(m + n - 4\) (und symmetrisch) in jeder von zwei Variabelnreihen \( x_i, y_i\), und von den Graden \(n - 2\), resp. \(m - 2\) in den Koeffizienten von \(f_m, f_n\). Das letztere gilt auch von den Elementarkovarianten von \(\varPhi\), während die Ordnungen sukzessive um vier abnehmen. Daher lassen sich diese Elementarkovarianten kurz bezeichnen mit \(\varPhi_{2 (m + n - 4)}, \varPhi_{2(m + n - 6)}, \dots, \varPhi_2 \), resp. \(\varPhi_0\), je nachdem \(m + n\) ungerade oder gerade ausfällt. Die Bedingung \(\vartheta = 0\) sei jetzt erfüllt, so besitzen \(f_m\) und \(f_n\) einen gemeinsamen quadratischen Faktor \(\gamma\), und man kann setzen \[ f_m = \gamma \xi_x^{m - 2}, \;f_n = \gamma \eta_x^{n - 2}. \] Bedeutet dann \(h\) die Diskriminante von \(\gamma, \varOmega\) die Resultante von \(\eta\) und \(\xi\), so gelten die Relationen: \(\varPhi_{2(m + n - 4)} = \gamma^{m + n - 4} \varOmega\), \(\varPhi_{2(m + n - 4) - 4} = h \gamma^{m + n - 6} \varOmega\), \(\varPhi_{2(m + n - 4) - 8} = h^2 \gamma^{m + n - 8} \varOmega, \dots, \varPhi_2 = h^{\frac {m + n - 4}{2}} \gamma \varOmega\) , resp. \( \varPhi_0 = h^{\frac {m + n - 4}{2}} \varOmega.\) Hieraus gehen sofort die beiden Kriterien hervor: I. ``Die notwendigen und hinreichenden Bedingungen dafür, daß\ zwei Binärformen \(f_m, f_n\) drei Linearfaktoren gemein haben, werden durch das identische Verschwinden von \(\vartheta\) und \(\varPhi_{2(m+n-4)}\) ausgedrückt. II. ``Die notwendigen und hinreichenden Bedingungen dafür, daß\ \(f_m\) und \(f_n\) nur zwei, aber gleiche Linearfaktoren gemein haben, werden geliefert durch \(\vartheta = 0\), \(\varPhi_{2(m+n-4)} \neq 0\), \(\varPhi_2 = 0\), resp. \(\varPhi_0 = 0\), je nachdem \(m + n\) ungerade oder gerade ist. Entsprechend dient die Kovariante \(\varPsi = a_x^{\mu} b_y^{\mu} c_z^{\mu} \) in drei Variabelnreihen dazu, um die Bedingungen für die Existenz von vier gemeinsamen Linearfaktoren, oder eines dreifachen, oder endlich eines zweifachen und eines einfachen Linearfaktors zu erhalten. Man hat hier Elementarkovarianten vom Typus \(\varPsi_{3(m+n-6)}, \varPsi_{3(m + n - 6) - 4}, \dots, \varPsi_t\) \((t = 0, 1, 2, 3)\). Ist \(\gamma\) der gemeinsame kubische Faktor von \(f_m, f_n\), so wird gesetzt: \(f_m = \gamma \xi_x^{m - 3}\), \(f_n = \gamma \eta_x^{n - 3}\). Ist dann \(\varDelta\) die quadratische Kovariante von \(\gamma\), \(Q\) die kubische, \(R\) die Diskriminante, so gelten die Relationen: \[ \begin{aligned} & \varPsi_{3(m + n - 6)} = \gamma^{m + n - 6} \varOmega, \quad \varPsi_{3(m + n - 6) - 4} = \gamma^{m - n - 8} \varDelta \cdot \varOmega,\dots,\\ & \varPsi_t = R^{\frac {m + n - 6}{4}} \varOmega, \quad \text{resp.}\;0, \quad \text{resp.} \;\varDelta R^{\frac {m + n - 8}{4}} \varOmega, \quad \text{resp.} \;\gamma R^{\frac {m + n - 7}{4}} \varOmega, \end{aligned} \] je nachdem \(t = 0, 1, 2, 3\). Hieraus lassen sich die gesuchten Kriterien unmittelbar entnehmen. Das eingeschlagene Verfahren läßt sich auf beliebig viele, ungleiche oder zum Teil gleiche gemeinsame Linearfaktoren von zwei Binärformen ausdehnen. In der zweiten Abhandlung wird die obige Methode zur Aufstellung invariantiver Kriterien für vielfache Linearfaktoren einer einzigen Binärform \(f_n = f = a_x^n = b_x^n\) angewendet. An die Stelle der beiden obigen Formen \(f_m, f_n \) treten dann die ersten Ableitungen \(a_x^{n - 1} a_1, b_x^{n - 1} b_2\). Bedeutet \[ F = \frac {(ab) a_x^{n - 1} b_y^{n - 1}}{(xy)} = r_x^{n - 2} s_y^{n - 2} \] die \textit{Cayley}sche Form, so wird die \textit{Gordan}sche Kovariante \[ \vartheta = \prod_{i,k}^{0, \dots, n - 3} (r_i r_k) (s_i s_k) r_{ix} r_{kx}; \] ferner wird die Kovariante \(\varPsi\) des Verf. \[ \prod_{i,k}^{0, \dots, n - 4} (r_i r_k) (s_i s_k) r_{ix} s_{kx} r_{iy} s_{ky} \] usf.; die Grade in den Koeffizienten von \(f\) und die Ordnungen in jeder Variable fallen je zusammen und sind \(2n - 4\) für \(\vartheta, 2n - 6\) für \(\varPhi\), \(2n - 8\) für \(\varPsi\), usw. Dann ist \(\vartheta = 0\) das Kriterium für zwei verschiedene Doppellinearfaktoren von \(f\), das z. B. für \(f_4\) in die bekannte Bedingung \(iH - jf = 0\) übergeht. Werden die Elementarkovarianten von \(\varPhi\) mit \(\varPhi_{4n - 4 \nu}\) \((\nu = 3, 4, \dots, n)\) bezeichnet, so sind \(\vartheta = 0\), \(\varPhi_{4n - 12} = 0\) die Bedingungen für drei verschiedenen Doppelfaktoren von \(f\), und \(\vartheta = 0\), \(\varPhi_0 = 0\), \(\varPhi_{4n - 12} \neq 0\) die für einen dreifachen Linearfaktor (z. B. bei einer \(f_4 : i = 0\), \(j = 04, 4H \neq 0)\). Die Bedingungen \(\vartheta = 0\), \(\varPhi_{4n - 12} = 0\) können auch durch die einzige \(S = 0\) ersetzt werden, wo \(S\) die \textit{Steiner}sche Kovariante ist. Um noch einen weiteren Fall zu erwähnen, so bedingen \(\vartheta = 0\), \(\varPhi_{4n - 12} = 0\), \(\varPsi_{6n - 24} = 0\) \((n > 7)\) vier verschiedene Doppelfaktoren von \(f\), und umgekehrt. Eine eingehende Untersuchung in diesem Sinne widmet der Verf. der Binärform fünfter Ordnung. In der dritten Abhandlung wird die Kovariante \(\vartheta\) für den Fall von zwei Binärformen \(f_3\) und \(f_4\) genauer untersucht und durch Formen des vollen \textit{Gundelfinger}schen Systems (F. d. M. 2, 65, 1869, JFM 02.0065.02) ausgedrückt. Hierbei wird mit Vorteil von dem \textit{Brioschi}schen Prinzip (F. d. M. 26, 115, 1895, JFM 26.0115.03; 27, 89, 1896, siehe JFM 27.0089.01, JFM 27.0089.02 u. JFM 27.0089.03) Gebrauch gemacht, wonach, wenn zwei Binärformen \(f, \varphi\) einen gemeinsamen Faktor \(\psi\) besitzen: \(f = f_1 \psi\), \(\varphi = \varphi_1 \psi\), jede simultane Komitante von \(f\) und \(\varphi\) eine solche der drei Formen \(f_1, \varphi_1, \psi \) ist. Zugleich gelangt man auf diesem Wege zu gewissen Syzygien zwischen den Formen des vollen Systems von \(f_2\) und \(f_4.\)












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