Wenn man den Krümmungsradius \(\varrho\) des Normalschnitts einer Fläche durch den Druck misst, welchen dieselbe von einem auf ihr frei (ohne Kräfte) beweglichen materiellen Punkt erfährt, und das zugehörige Variationsproblem auf den Fall eines Raumes von \(n\) Dimensionen ausdehnt, in welchem der materielle Punkt sich auf einer Mannigfaltigkeit von \(n-1\) Dimensionen bewegt, so erhält man für die reciproken Werthe \(\omega = \frac{1}{\varrho}\) der Hauptkrümmungsradien in einem gegebenen Punkt dieser Manigfaltigkeit eine Gleichung vom \((n1)^{\text{ten}}\) Grad: \[ D_{0} . \omega^{n-1} + D_{1} . \omega^{n-2} + \cdots + D_{n-1} = 0. \] In einer früheren Abhandlung hatte nun der Verfasser diese Gleichung und insbesondere den Quotienten \(\frac{D_{n-1}}{D_{0}}\), den er übereinstimmend mit Kronecker als die Verallgemeinerung des Gauss'schen Krümmungsmasses ansicht, näher discutirt. Er beweist im vorliegenden Aufsatze, dass, wenn speciell das Linienelement durch eine Summe von Quadraten darstellbar oder in eine solche transformirbar angenommen wird, für ein ungrades \(n\) der erwähnte Quotient eine Invariante jener quadratischen Form, für ein grades \(n \;(>2)\) die Quadratwurzel aus einer solchen ist. Eine andere Verallgemeinerung des Krümmungsmasses einer Fläche ist der von Riemann aus dem Begriff der geodätischen Linie abgeleitete Ausdruck; auch dieser besitzt die Eigenschaft der Invarianz bei Einführung neuer Veränderlichen.
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