Sur la théorie ergodique des espaces abstraits.
Es sei \((L)\) ein halbgeordneter linearer Raum mit den folgenden Eigenschaften: a) aus \(f\geqq 0\), \(g\geqq 0\) folgt: \(f+g\geqq 0\); b) aus \(f\geqq 0\), \(\lambda \geqq 0\) folgt: \(\lambda f\geqq 0\), und umgekehrt aus \(f\geqq 0\), \(f\neq 0\), \(\lambda f\geqq 0\) folgt: \(\lambda \geqq 0\); c) zu \(f\), \(g\) gibt es ein \(h_0=\sup (f,g)\) so, daß \(h_0\geqq f\), \(h_0\geqq g\), aber \(h_0\leqq h\) für jedes \(h\) mit derselben Eigenschaft; d) setzt man \(|\,f\,|=\sup (f,-f)\), so soll aus \(|\,f\,|=f\) immer folgen, daß \(f\geqq 0\) ist. Es sei \(If\) eine lineare Operation auf \((L)\) die die folgende Eigenschaft besitzt: aus \(f\geqq 0\), \(f\neq 0\) folgt, daß \(If > 0\). In \((L)\) wird die Metrik \(\boldsymbol|\,f\,\boldsymbol|=I(|\,f\,|)\) eingeführt, und es wird noch vorausgesetzt, daß \((L)\) in bezug auf diese Metrik vollständig ist. In \((L)\) wird eine Multiplikation der Elemente miteinander definiert, und zwar auf folgende Weise. Es sei ein positives, von Null verschiedenes Element gewählt, das die Rolle der Einheit spielen wird; es soll mit \(\mathbf 1\) bezeichnet werden. Dann wird das Quadrat eines Elementes \(f\) als die kleinste Majorante der Elemente \(2\lambda f-\lambda ^2\mathbf 1(-\infty <\lambda <\infty )\) definiert, falls eine solche überhaupt existiert. Die Elemente \(f\), die in diesem Sinne ein Quadrat \(f^2\) besitzen, bilden eine lineare Mannigfaltigkeit \(H\) in \((L)\); insbesondere gehören die in bezug auf \(\mathbf 1\) beschränkten Elemente zu \(H\). Das Produkt \(f\cdot g\) zweier Elemente aus \(H\) wird dann durch \(f\cdot g=\frac{1}{2}[(f+g)^2-f^2-g^2]\) definiert. Es wird bewiesen, daß dieser Multiplikationsbegriff alle Eigenschaften besitzt, die man nur erwarten kann. Führt man in \(H\) ein ``inneres Produkt durch \((f, g)=I(f\cdot g)\) und damit eine Norm \(\|\,f\,\|=\sqrt{I(f^2)}\) ein, so wird \(H\) zu einem (vollständigen, aber nicht notwendig separablen, reellen) Hilbertschen Raum. Das Hauptziel der Arbeit ist nun der Beweis des folgenden Ergodensatzes. Es sei \(T\) eine lineare Transformation von \((L)\) in sich, so daß \(\boldsymbol|\,Tf\,\boldsymbol|\leqq \boldsymbol|\,f\,\boldsymbol|\) für jedes \(f\). Es sei ein Element \(f_0\) gegeben, und man setze \(\dfrac{1}{n-m}\sum\limits_{m}^{n-1}T^kf=\varphi _{m,n}\) und nehme an, daß alle \(|\,\varphi _{0,n}\,|\) unter einem Element \(f\)* bleiben. Dann gibt es ein Element \(\varphi \) in \((L)\), so daß \(T\varphi =\varphi \) und \(\boldsymbol|\,\varphi _{m,n}-\varphi \,\boldsymbol|\) gilt für \(n - m \to\infty \). Zum Beweis wird \(f\)* zu \(\mathbf 1\) gewählt und der in \((L)\) eingebettete Hilbertsche Raum \(H\) konstruiert. Dann hat man \(\|\,\varphi _{0,n}\,\|\leqq \boldsymbol|\,\mathbf1\,\boldsymbol|^\tfrac{1}{2}\). Aus der im Sinne der Norm \(\|\,\dots \,\|\) beschränkten Folge \(\varphi _{0,n}\) kann man nun eine gegen ein Element \(\varphi \) von \(H\) schwach konvergente Teilfolge herausgreifen. Es wird gezeigt, daß dieses \(\varphi \) die im Satze geforderten Eigenschaften besitzt. -- Der Satz bleibt auch dann gültig, wenn zwar die \(|\,\varphi _{0,n}\,|\) nicht alle unter einem \(f\)* bleiben, wohl aber gibt es ein \(\overline{f}\geqq 0\) so, daß zu jedem \(\varepsilon >0\) ein \(\alpha >0\) derart gefunden werden kann, daß die Ungleichungen: \[ I[\sup(\varphi _{0,n},-\alpha \overline{f})]\leqq I[\varphi _{0,n}]+\varepsilon \;\;\text{und}\;\;I[\inf(\varphi _{0,n},\alpha \overline{f})]\geqq I[\varphi _{0,n}]-\varepsilon \] gelten.
This page was built for publication: Sur la théorie ergodique des espaces abstraits.
Report a bug (only for logged in users!)Click here to report a bug for this page (MaRDI item Q2582363)