Eine Klasse von Kegelschnitten der Dreiecksgeometrie.
Sind \(A_1\), \(A_2\) zwei isogonale Punkte (d. h. Fußpunkte von isogonalen Eckenlinien \(AA_1\), \(AA_2\)) auf der Seite \(BC\) eines Dreiecks \(ABC\), so ist (\textit{J. Steiner}, Werke II (1882), 392) \[ \frac{A_1 B}{A_1 C} \cdot \frac{A_2 B}{A_2 C} = \frac{\overline{AB}{}^2}{\overline{AC}{}^2}. \tag{1} \] Sind entsprechend \(B_1\), \(B_2\) und \(C_1\), \(C_2\) zwei Paare isogonaler Punkte der Seiten \(CA\) und \(AB\), so ergeben sich zwei entsprechende Gleichungen, und aus diesen drei Gleichungen folgt \[ \frac{A_1 B}{A_1 C} \cdot \frac{A_2 B}{A_2 C} \cdot \frac{B_1 C}{B_1 A} \cdot \frac{B_2 C}{B_2 A} \cdot \frac{C_1 A}{C_1 B} \cdot \frac{C_2 A}{C_2 B} = 1. \tag{2} \] Das ist die Gleichung des Satzes von Carnot für die Schnittpunkte der Seiten eines Dreiecks mit einem Kegelschnitt. Es ergibt sich also der (bekannte) Satz: Drei Paare isogonaler Punkte auf den Seiten eines Dreiecks liegen immer auf einem Kegelschnitt. Aus diesem Satz und einer Umkehrung (bei der eine der Gleichungen (1) Behauptung wird) zieht Verf. weiter eine Reihe von Folgerungen. Zusatz des Ref.: Der Satz und seine Folgerungen gelten allgemeiner für den Fall, daß auf den rechten Seiten der drei Gleichungen (1) irgend drei Konstanten \(k_a\), \(k_b\), \(k_c\) stehen, deren Produkt gleich 1 ist. Die Punkte \(A_1, \ldots \!, C_2\) sind dann Punktpaare dreier miteinander durch die Relation \(k_a k_b k_c = 1\) verknüpften Involutionen auf den Seiten des Dreiecks. Ein weiterer (bekannter) Sonderfall hiervon ist \(k_a = 1\): Dann sind die Punkte \(A_1\), \(A_2\) isotom (d. h. symmetrisch zu der Mitte der Seite).
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