Géométrie infinitésimale des systèmes variables à un paramètre.

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Publication:2584162





\textit{G. Peano}, \textit{J. Petersen} und später \textit{R. v. Mises} (Z. Math. Physik 52 (1905), 44-85; F. d. M. 36, 618 (JFM 36.0618.*)) haben in die Differentialgeometrie Begriffe eingeführt, die ein geometrisches Gegenstück des analytischen Begriffes der Ableitung darstellen. Verf. versucht, den von R. v. Mises a. a. 0. in die Differentialgeometrie der Ebene eingeführten und von ihm als Charakteristik bezeichneten Begriff für räumliche Gebilde zu verallgemeinern. Er betrachtet im dreidimensionalen Raum Punkte, Geraden, Ebenen, Kurven und Flächen, die sich bewegen und gestaltlich verändern. Dabei soll zwischen den einzelnen Phasen der betrachteten Gebilde und denen eines bestimmten unter ihnen eine eindeutige Korrespondenz bestehen. Ferner sollen bei unbegrenzter Annäherung einer veränderlichen an eine bestimmte feste Phase gewisse Grenzlagen bzw. Grenzwerte vorhanden sein. Unter diesen Voraussetzungen werden dann für die betrachteten geometrischen Gebilde eine große Anzahl von Charakteristiken erklärt. Die dabei leitende Vorstellung ist folgende: Die Gesamtheit aller Phasen des veränderlichen Gebildes \(E\) fällt in der nächsten Umgebung einer bestimmten festen Phase \(E_0\) in erster Annäherung mit einer einfachen, eindimensionalen, durch zwei ihrer Elemente bestimmten (etwa, wenn vorhanden, linearen) Mannigfaltigkeit gleichartiger Gebilde zusammen; die Charakteristik \(E^\prime\) von \(E\) soll dann mit \(E_0\) zusammen dieselbe einfache Mannigfaltigkeit bestimmen. Die Charakteristik \(E^\prime\) ist ferner innerhalb dieser Mannigfaltigkeit von \(E_0\) im allgemeinen endlich verschieden; die Größen, welche diesen Unterschied bestimmen (Strecken, trigonometrische Tangenten von Winkeln) sind so erklärt, daß ihre Verhältnisse gleich werden den Grenzwerten der für die veränderlichen Gebilde entsprechend gebildeten Verhältnisse bei unbegrenzter Annäherung einer benachbarten, veränderlichen Phase an die durch \(E_0\) bestimmte Phase. Da auf diese Weise nur Verhältnisse festgelegt sind, sind die Charakteristiken erst dann vollständig bestimmt, wenn eine von ihnen innerhalb ihrer einfachen Mannigfaltigkeit willkürlich angenommen ist. Für eine Raumgerade \(\varDelta\) z. B. wird die Charakteristik \(\varDelta^\prime\) festgelegt durch die Grenzlage des gemeinsamen Lotes von \(\varDelta_0\) und einer veränderlichen, benachbarten Phase \(\varDelta_1\) und durch die oben mit Hilfe der Verhältnisse erklärten Grenzwerte des kürzesten Abstandes und der trigonometrischen Tangente des Winkels von \(\varDelta\) und \(\varDelta_1\) Außer diesen Charakteristiken schlechtweg werden noch eine Reihe von Hilfsbegriffen erklärt, wie Charakteristik einer Fläche für einen ihrer Punkte, oder für eine ihrer Tangentialebenen; normale Charakteristiken, u. a. -- Eine Fortsetzung der Arbeit soll die Erklärung von Charakteristiken höherer Ordnung und erläuternde Beispiele enthalten.












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